„Ich wurde als Kind ein Opfer von Inzest“Emmanuelle Béart bricht nach 50 Jahren ihr Schweigen über Missbrauch

Was Emmanuelle Béart als kleines Mädchen durchleben musste, klingt schrecklich! Mit 60 Jahren offenbart die französische Filmschauspielerin nun, dass sie als Zehnjährige Opfer von jahrelangem, familiärem Missbrauch wurde. Im Video erklärt Emmanuelle, warum sie ihr Schweigen jetzt erst gebrochen hat.

Emmanuelle Béart von Familienmitglied missbraucht

französische Schauspielerin ("Eine französische Frau"),  aufgenommen am 20.5.1996 bei der Filmpremiere von "Mission: Impossible" in Los Angeles. In dem Spionagethriller, der am 8. August in die deutschen Kinos kommt, spielt sie die weibliche Hauptrolle.
Emmanuelle Béart spielte in den 90er Jahren an der Seite von Tom Cruise in „Mission Impossible“.
C3396 Hubert Boesl

Sie gehört zu den bekanntesten Filmstars in Frankreich, gewann einen César (quasi den französischen Oscar), den Europäischen Filmpreis und spielte an der Seite von Tom Cruise (61) im allerersten „Mission Impossible"-Film. Jetzt spricht Emmanuelle Béart erstmals über das schlimmste Erlebnis ihrer Kindheit: Sie wurde jahrelang von einem Familienmitglied missbraucht.

Anlass ist die TV-Dokumentation „Eine lärmende Stille", bei der Béart mit Regie führte. Darin berichten vier Frauen, was ihnen als Inzest-Opfer widerfahren ist. „Ihr Mut und ihre Ehrlichkeit haben dazu geführt, dass ich ebenfalls meine Geschichte erzählen möchte", so der Film-Star in der Doku.

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Emmanuelles Eltern bekamen nichts mit

Vier Jahre lang, im Alter von 10 bis 14 Jahren, sei Emmanuelle regelmäßig von einem Mitglied ihrer Familie missbraucht worden. „Da mein Vater, meine Mutter und meine Freunde nichts merkten, konntest du es immer wieder tun, und du tatest es, vier Jahre lang", ist Béarts Stimme in der Dokumentation zu hören.

Wer ihr Peiniger war, verrät die Schauspielerin nicht. Lediglich, dass es sich nicht um ihren Vater handelte. Emmanuell Béart wuchs als Tochter des Sängers Guy Béart (1930-2015) und dessen Frau, Ex-Model Geneviève Galéa (80), mit insgesamt sieben Halbgeschwistern auf.

Co-Regisseurin Anastasia Mikova (41) erklärte bei der Vorstellung des Films in Neuilly-sur-Seine (Frankreich), dass Béart den Namen des Familienmitglieds nicht nennen wolle, da dies „nicht der Ansatz des Films" sei.

„Eine lärmende Stille" wird am 24. September im französischen TV-Sender M6 gezeigt. (spot on news / vne)