2018 M12 18 - 13:58 Uhr

Salmonellen sieht man dem Ei nicht an

Die lauernde Salmonellen-Gefahr sieht man den Eiern nicht an, doch sie ist sehr gefährlich. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Rückrufe. Wir erklären, wie Sie sich vor der Übertragung von Salmonellen schützen können.

Diese Eier könnten Salmonellen übertragen

Erst vor wenigen Tagen rief die Firma Eifrisch Kartons mit sechs und zehn Eiern mit der Kennnummer 2-DE-0351691 zurück. Die Eier wurden bei Aldi Nord, Netto, Lidl, Rewe und Kaufland in Mitteldeutschland vertrieben und sind mindestens haltbar bis zum 19. und 24. Dezember.

Auch in diesem aktuellen Fall hat nur eine Routinekontrolle die Bakterien aufgespürt - anders lassen sich Salmonellen nicht feststellen. Eier riechen und schmecken auch mit Salmonellen-Belastung normal.

So gefährlich sind Salmonellen im Ei

Salmonellen können über die Eierstöcke des Huhns oder durch eine mit Kot verschmutzte Schale ins Ei gelangen.

Die Bakterien können schwerwiegende Magen-Darm Erkrankungen auslösen. Vor allem durch schweren Durchfall äußern sich die Salmonellen – ein gesunder Mensch kann das gut verkraften.

"Für Kinder, Kranke oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr können die Salmonellen aber ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellen", sagt der Lebensmitteltechniker Stephan Walch.

So schützen Sie sich vor Salmonellen

Um sich richtig vor einer Salmonellenübertragung zu schützen, sollten Sie Eier bei maximal sieben Grad im Kühlschrank lagern. Vor dem Verzehr sollten Eier gekocht oder gebraten werden – bei rohem Verzehr ist das Risiko am Höchsten.

Salmonellen sterben erst ab, wenn das Ei mindestens zehn Minuten bei 70 Grad gekocht werden.

Besonders wichtig: Spülen Sie Eier nicht vor dem Kochen ab – das zerstört die natürliche Schutzschicht des Eis und kann Keime durch kleine Risse in der Schale in das Ei lassen.