Spekulationen nach Prinz Charles' Rede bei Parlamentseröffnung

Royal-Experte Michael Begasse: "Abdankung kommt für die Queen nicht in Frage!"

11. Mai 2022 - 11:56 Uhr

In ihren 70 Jahren auf dem Thron hat Königin Elisabeth (96) ihre Teilnahme bei der Eröffnung des britischen Parlaments nur zwei Mal abgesagt. Zuletzt 1963. Dass 2022 Prinz Charles (73) seine Mutter bei diesem wichtigen Termin vertreten hat, löst nicht nur wieder Spekulationen über die Gesundheit der Queen aus, sondern auch die Frage, ob sie ihrem Sohn den Thron noch zu Lebzeiten überlässt. Abdankung? Für Royal-Experte Michael Begasse unvorstellbar. Im Video erklärt er, warum.

Michael Begasse: "Charles hat nicht die Krone übernommen"

Royal-Experte Michael Begasse schätzt für RTL Prinz Charles' Auftritt bei der Eröffnung des britischen Parlaments ein,
Royal-Experte Michael Begasse schätzt für RTL Prinz Charles' Auftritt bei der Eröffnung des britischen Parlaments ein,
© RTL

Prinz Charles' Auftritt bei der Parlamentseröffnung am 10. Mai wertete die britische Presse als "höchst symbolischen und historischen Moment". Bei seiner Rede, die von Premierminister Boris Johnson (57) und seinem Team ausgearbeitet worden sein soll, wählte Charles seine Worte ganz bewusst und sprach nicht von "seiner Regierung", sondern "der Ihrer Majestät". Die "Imperial State Crown" lag auf dem Platz der Königin neben ihm. Charles selber trug keine Krone.

"Ich fand vor allem sehr, sehr schön, dass Charles zum einen auf dem Thron des Prinzgemahls saß, also da hat früher Prinz Philip († 99) gesessen. Also nicht auf dem Thron der Queen, seiner Mutter. Und Charles hat nicht die Krone übernommen, sondern hat bewusst neben der Krone gesessen und sie an diesem besonderen Tag repräsentiert", lobt Royal-Experte Michael Begasse im Talk mit RTL den zukünftigen König.

„Uns ist allen klar geworden, dass wir die Queen nicht mehr so oft sehen werden"

Katharina Delling berichtet für RTL aus London.
Katharina Delling berichtet für RTL aus London.
© RTL

Auch RTL-Reporterin Katharina Delling in London findet, dass Prinz Charles seinen Job als "Aushilfs-Queen" "sehr souverän" gemacht hat: "Trotzdem glaube ich, dass es schon etwas Besonderes für ihn war und er vielleicht auch ein kleines bisschen aufgeregt war. Denn es war ja das erste Mal, dass wir Charles in der Rolle des Königs gesehen haben. Und er ist bei den Briten nicht sonderlich beliebt. Das heißt, er musste sich beweisen."

Katharina Delling wertet Charles' Auftritt als "Beginn einer neuen Ära". "Uns ist allen klar geworden, dass wir die Queen nicht mehr so oft sehen werden." (csp)