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Rodeln: Drama um Taubitz, Geisenberger auf Gold-Kurs

Licht und Schatten im deutschen Team

Rodeln: Drama um Taubitz, Geisenberger auf Gold-Kurs

Was für ein Auftakt der deutschen Rodlerinnen: Während Natalie Geisenberger nach zwei Läufen auf Siegkurs liegt, muss Julia Taubitz alle Hoffnungen auf den Olympiasieg nach einen schweren Sturz begraben. Debütantin Anna Berreiter liegt mit 0,208 Sekunden Rückstand überraschend auf Silberkurs.

Taubitz stürzt in Kurve 13

Taubitz legte im ersten Lauf einen Bahnrekord vor und war damit auch stärker als Geisenberger, im zweiten Durchgang wurde ihr dann aber der schwierigste Teil der neuen Strecke zum Verhängnis: In der Ausfahrt der tückischen Kurve 13 kippte Taubitz vom Schlitten und liegt nun bereits gut 1,5 Sekunden hinter der Spitze und etwa eine Sekunde hinter dem Bronzerang.

Schon im ersten Lauf hatte es Madeleine Egle (+1,010) aus Österreich erwischt, ebenfalls eine der stärksten Rodlerinnen des Winters - und auch zahlreiche weitere Starterinnen kamen an dieser Stelle zu Fall. Als Dritte geht nun die Russin Tatjana Iwanowa (+0,591) in die beiden entscheidenden Läufe am Dienstag (ab 12.50 Uhr MEZ/19.50 Uhr OZ).

Geisenberger greift nach fünftem Gold

Geisenbergers Traum vom bereits fünften Olympia-Sieg lebt indes, nach Goldmedaillen würde sie mit der erfolgreichsten deutschen Olympionikin Claudia Pechstein gleichziehen: 2014 und 2018 holte Geisenberger jeweils die Siege im Einzel und in der Teamstaffel.

Schon im Training von Yanqing gewann die Rekordweltmeisterin fünf von sechs Durchgängen, einzig bei einem Sturz in Kurve 13 im fünften Übungslauf war Taubitz schneller. Insgesamt zeigt die 34-Jährige, die nach der Geburt ihres Sohnes Leo 2020 erstmals als Mutter am Olympia-Start ist, bislang die saubersten Fahrten ohne sichtbare Fehler. (tme/sid)