Vor dem Hungertod bewahrt

Amerikanische Mustang-Pferde finden neues Zuhause

27. August 2021 - 13:41 Uhr

Zu wenig Futter und Wasser

In den Weiten von Amerika leben circa 90.000 Mustangs – frei und angetastet vom Menschen. Es klingt wie das Paradies für die Pferde, doch es gibt ein Problem: Die Flächen reichen nicht aus für die Tiere. Das führt dazu, dass die Mustangs zu wenig Futter und Wasser haben. WIe sie in Deutschland ein neues Zuhause finden und wie man sie an Menschen gewöhnen kann, das sehen Sie im Video.

100 Tage für eine Annährung

Um die Tiere vor dem Hungertod zu bewahren, werden sie in amerikanischen Auffangstationen gehalten. Dort warten sie darauf, vermittelt zu werden. Manche der Tiere gehen an die Mustang-Makeover-Challenge. Hier haben Pferdetrainer 100 Tage Zeit, um das Tier an den Menschen zu gewöhnen. Danach steht ein Wettbewerb an, bei dem die Tiere anschließend versteigert werden. Eine der Trainerinnen ist Sina Lippe – sie kümmert sich um Major. "Das Besondere an ihm ist, dass er noch so in seiner wilden Seele festhängt, dass er sich nicht aufgeben möchte. Das soll er auch gar nicht. Er sieht einfach noch nicht so richtig den Sinn dahinter, warum er sich jetzt so hundert Prozent dem Menschen anvertrauen sollte."

Deswegen ist Major kein Teil des diesjährigen Wettbewerbs und soll privat an einen erfahren Pferdeliebhaber vermittelt werden. Sina Lippe geht dafür mit Twister ins Rennen, er hat sich in kürzester Zeit an die Trainerin gewöhnt. Der Wettbewerb ist für sie aber trotzdem zweitrangig, denn Sina hofft, dass die Mustangs ein neues liebevolles Zuhause finden und die Menschen auf das Elend in Amerika aufmerksam werden. (npa)