Einmal noch Olympia und dann ...

Dressur-Queen Werth plant ihr Karriereende

Isabell Werth bei der Dressur-Europameisterschaft.
Isabell Werth bei der Dressur-Europameisterschaft.
© dpa, Friso Gentsch, frg ost

13. September 2021 - 8:23 Uhr

Nach Paris 2024 möchte sie noch

Einmal noch nach Gold jagen – und dann ist Schluss! Die erfolgreichste Reiterin der Welt plant das Ende ihrer beispiellosen Karriere. "Paris ist eine Zäsur", sagte die deutsche Dressur-Queen Isabell Werth der Deutschen Presse-Agentur und der "Bild" mit Verweis auf die Olympischen Spiele 2024. "Dann ist auch irgendwann Schluss mit der aktiven Karriere."

Werth will sich "vernünftigen Abschluss ausgucken"

Den genauen Zeitpunkt lässt sie aber noch offen: "Ob das 2024 oder 2025 ist - da werde ich mir einen vernünftigen Abschluss ausgucken."

Werth hat so viele Medaillen gewonnen wie keine andere Reiterin auf der Welt. Zu ihrer einzigartigen Sammlung gehören unter anderem 37 goldene Medaillen bei internationalen Großereignissen: sieben bei Olympia, neun bei Welt- und 21 bei Europameisterschaften.

Mit einer weiteren Goldmedaille in Paris wäre sie Deutschlands erfolgreichste Olympia-Teilnehmerin und würde die Kanutin Birgit Fischer überholen.

TOKYO, JAPAN - JULY 27: Isabell Werth of Team Germany riding Bella Rose 2 competes in the Dressage Team Grand Prix Special Team Final on day four of the Tokyo 2020 Olympic Games at Equestrian Park on July 27, 2021 in Tokyo, Japan. (Photo by Julian Fi
Isabell Werth auf Bella Rose
© Getty Images, Bongarts, VC / VC

Werth: Große Sorge um ihre Stute Bella Rose

Für Werth war die vergangene Woche keine einfache. Vor der Einzelentscheidung im Grand Prix Special bei der Heim-EM in Hagen bei Osnabrück bekam ihre Stute Bella Rose eine besonders schwere und schmerzhafte Form der Kolik.

Nach einer schlaflosen Nacht und der Erleichterung am Morgen, dass es ihrer "Bella" besser gehe, ritt Werth dann im Finale auf "Weihegold" zu EM-Silber – und strahlte darüber wie noch nie über einen zweiten Platz. (ana/dpa)