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Rattenknochen zeigen Einfluss des Menschen auf die Umwelt

Ratte
Eine Ratte läuft über einen Baumstamm in einer Parkanlage in Berlin. Foto: Arno Burgi/Archiv © deutsche presse agentur

Rattenknochen haben Wissenschaftlern des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte Beweise über den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt geliefert. Aus 1000 bis 3000 Jahre alten Knochen konnten sie ermitteln, wie sich die Ratten ernährten und welche Veränderungen der Mensch im Ökosystem während dieser Zeit in Gang setzte. Das teilte das Institut am Dienstag in Jena mit.

Ratten fressen den Angaben zufolge als sogenannte Kulturnachfolger des Menschen die Reste menschlicher Ernährung. Ergänzt wird ihr Speiseplan durch in der Natur vorkommende Nahrungsmittel.

Anhand der Analyse der Knochen ließ sich erkennen, wie sich zum Beispiel die Rodung von Wald, die Jagd auf Vögel oder die Ausrottung von ursprünglich vorhandenen Tierarten ausgewirkt hat. Bei ihren Untersuchungen verwendeten die Wissenschaftler Skelette von Pazifischen Ratten, die auf polynesischen Inseln ausgegraben wurden.

Über ihre gemeinsame Arbeit mit Forschern der Universität von Kalifornien berichten die Wissenschaftler in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences".


Quelle: DPA

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