„Ich habe heute leider keine Perücke für dich“

„Queen of Drags“ mit Heidi Klum & Co.: So kam die Show im Netz an

© obs ProSieben/ Martin Ehleben

16. November 2019 - 12:59 Uhr

Twitter-Reaktionen zu „Queen of Drags“

Statt "Germany's next Topmodel" sucht Heidi Klum jetzt die "Queen of Drags". Unterstützt von ihrem Schwager Bill Kaulitz und "Eurovison Song Contest"-Gewinnerin (2014) Conchita Wurst. Die erste Folge schlägt im Netz hohe Wellen. Wir fassen Lob und Kritik und brennende Fragen wie "Gibt es eine Umstyling-Folge, in der alle neue Perücken bekommen?" mal zusammen.

Twitter findet es gut, dass es dieses Format zur besten Sendezeit gibt

Vorab gab es heftige Diskussionen, ob nun ausgerechnet Heidi Klum ein geeignete Jurorin für "Queen of Drags" ist. Dazu kommen wir später noch. Aber eines ist klar: die Tatsache, dass zur allerbesten Sendezeit ein LGBT-Format läuft, darf bejubelt werden, da ist sich nicht nur Twitter ausnahmsweise mal einig.

Vergleiche mit anderen Shows sind natürlich rein zufällig und sicher unbeabsichtigt

HANDOUT - 22.10.2019, ---: Deutschlands bekannteste Drag Queen Olivia Jones (vorne) unterstützt Bill Kaulitz (hintere Reihe, l-r), Heidi Klum und Conchita Wurst in der Jury von «Queen of Drags». (Zu dpa: «Olivia Jones ist stolz auf neue Klum-Castings
Die Jury von "Queen of Drags": Bill Kaulitz, Heidi Klum. Conchita Wurst und gast-Jurorin Olivia Jones.
© dpa, Martin Ehleben, lop

Für alle, die sich fragen, worum es bei "Queen of Drags" genau geht: Zehn Dragqueens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treten gegeneinander in verschiedenen Challenges an, jede Woche fliegt eine raus und am Ende gibt es nicht nur Geld, sondern auch Ruhm, Ehre, eine Werbekampagne mit einem großen Kosmetikhersteller und ein Magazin-Cover. Kommt uns bekannt vor? Woher bloß? Warte, warte ...

Tatsächlich ist nicht abzustreiten, dass sich "Queen of Drags" schwer wie der deutsche Abklatsch des US-Kultformats "RuPauls Drag Race" anfühlt. Für viele Zuschauer wie der schlechtere deutsche Abklatsch.

„Heul doch, Heidi!“

Vor allem Heidi Klum kommt bei der Community nicht so wirklich gut weg. Bislang bestand ihre Kernkompetenz ja aus dem Aussortieren ihrer "Meeeedchen" (denn nur EINE kann "Germany's next Topmodel" werden!) Vielleicht wird sie deshalb in der ersten Folge auch nicht müde zu betonen, wie offen sie für alle und alles sei. Und, dass sie es ja auch oft schwer habe und wisse, wie es ist, wenn die Öffentlichkeit ständig auf dich einhackt. Twitter so: "Heul doch!"

„Ich habe heute leider keine Perücke für dich“

Und wo wir gerade bei "Germany's next Topmodel" sind: Natürlich ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen "Queen of Drags" und GNTM nicht ganz an den Haaren herbei gezogen. Achtung: lustiges Wortspiel!

Nichts gegen Heidi, Conchita und Bill und Gast-Jurorin Olivia Jones, aber Twitter macht sich Gedanken, ob diese Jury denn auch wirklich in der Lage ist, die entscheidende Tanz-Performance der Queens in Folge eins wirklich kompetent zu beurteilen.

Auch das Punktesystem, mit dem am Ende entschieden wird, wer geht und wer eine Runde weiter ist, war für viele Zuschauer nicht wirklich transparent.

Twitter sorgt sich um Barbara Schönebergers Seelenheil

Viele Twitter-Nutzer sorgen sich um Barbara Schöneberger. Nachdem diese neulich eine saftigen Shitstorm für ihre Aussage, dass Männer doch bitte kein Make-up tragen sollten, bekommen hatte, fragen sich viele, ob Barbara jetzt gerade schockiert vor dem Fernseher sitzt.

Von wegen, TV bildet nicht! Beauty-Hacks gab es natürlich auch bei "Queen of Drags".

Das Twitter-Fazit fällt jedenfalls positiv aus. Wir streuen eine Runde Glitter und freuen uns auf nächste Woche.