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PSA-Syndrom: So ist das Leben mit andauernder sexueller Erregung

PSA-Syndrom: So ist das Leben mit andauernder sexueller Erregung

Patienten mit dem PSA-Syndrom berichten von bis zu 250 Orgasmen pro Tag

Amanda McLaughlin aus dem US-Bundestaat Michigan hat ein Problem, bei dem viele Menschen wahrscheinlich erst mal kichern müssen: Sie ist dauerhaft erregt. Doch für sie ist das der blanke Horror - denn dieser Zustand ist nicht nur sehr belastend, sondern auch sehr schmerzhaft.

Amanda McLaughlin: "Es ist wie ein Feuer, das nicht aufhört zu lodern"

Die 23-Jährige leidet unter dem PSA-Syndrom, auch bekannt unter dem Begriff 'andauernde genitale Erregungsstörung'. Mit dem Einsetzen ihrer Periode, ging es bei Amanda los. Jede kleinste Reibung am Unterleib empfindet sie als so intensiv, dass sie in ihrem Alltag stark eingeschränkt ist. "Es ist wie ein Feuer, das nicht aufhört zu lodern. Mein Unterleib steht quasi ständig unter Strom", sagt sie. Ein normales Leben ist für Amanda nahezu unmöglich.

Was die andauernde genitale Erregungsstörung für Auswirkungen auf Amandas Leben und das ihres Partners hat, erfahren Sie im Video.

Was ist das PSA-Syndrom?

Betroffene leiden beim PSA-Syndrom unter einer chronischen sexuellen Erregung. Leichte Vibration oder Reibungen im Genitalbereich, zum Beispiel beim Fahrrad- oder Busfahren, reichen aus, um zu ungewollten und meist unerwarteten Orgasmen zu kommen.

Es sind weit mehr Frauen vom PSA-Syndrom betroffen als Männer. Oft hält die Erregung über einen Zeitraum von mehreren Stunden oder gar Tagen an. Es ist wie das ständige Verlangen nach Sex. Doch auch wenn sich die Erregung zunächst im Orgasmus entlädt: Häufig folgt eine noch stärkere Erregung. Betroffene berichten von bis zu 250 Orgasmen pro Tag.

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Die Dauererregung ist oft mit starken Schmerzen verbunden

Nicht nur das: Die Erregung der Genitalien kann sogar zu Schmerzen führen. PSA-Patienten beschreiben neben unerwarteten Orgasmen und einem starken Kribbeln in der Klitoris auch Schmerzen in der Scheide, im Rücken und das Anschwellen der Genitalien.

Auch die psychischen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen: Betroffene empfinden häufig ein großes Schamgefühl, Schuld und Angst - was sogar zu depressiven Verstimmungen führen kann.

Besonders bitter: Es gibt derzeit kaum Therapien oder Medikamente, die das Syndrom heilen könnten. Ärzte stehen in Sachen PSA-Syndrom vor einem großen Rätsel.