Kulinarische Erinnerungen an die Nordsee, an Japan und an Berlin

Promi-Kochbuch-Check: Janina Uhse zeigt ihr Lieblingsessen in "Meine Glücklichküche"

Janina Uhses Eltern sind Schausteller, Oma und Opa hatten ein Restaurant
© Janina and Food, André Josselin

03. Juli 2020 - 15:14 Uhr

von Mireilla Zirpins

Janina Uhse kocht gerne mit Freunden – für die Schauspielerin der perfekte Ausgleich nach einem anstrengenden Dreh. "Was dem einen sein Fitness-Center, ist für mich meine Küche", verrät sie in ihrem ersten Kochbuch*. Das hat die 30-Jährige, seit letztem Herbst verheiratet, zusammen mit Co-Autor Tim Gutke im Selbstverlag herausgebracht, damit sie selbst entscheiden kann, wie alles aussieht.

Woher muss ich die kennen?

Janina Uhse schauspielert – als Kind im "Landarzt", bis 2017 bei "Gute Zeiten schlechte Zeiten" (GZSZ) und zuletzt in den Spielfilmen "Der Vorname" und "Berlin, Berlin". Seit 2016 ist sie mit dem Projekt "Janina and Food" auch als Foodbloggerin erfolgreich bei Facebook, Youtube, Insta & Co.

Janina Uhses Motto?

Das Motto von Janina Uhses "Glücklichküche": Kochen verbindet.
Janina Uhse (links) findet: Kochen verbindet.
© Janina and Food, André Josselin

"Natural Born Foodie – Ich kann da nichts für. Ich bin so." Janina Uhse stammt aus einer Schaustellerfamilie, Mama und Papa waren mit ihrem Autoscooter viel auf Jahrmärkten unterwegs. Feste Basis war für die kleine Janina das Restaurant ihrer Großeltern auf Föhr, wo sie durch die Gaststube wuselte. Sie sammelt in ihrem Band Rezepte, mit denen sie schöne Erinnerungen verbindet.

Was macht das Kochbuch so besonders?

Das Caponata-Rezept mit Rotwein aus Janina Uhses "Meine Glücklichküche"
Das Caponata-Rezept mit Rotwein aus Janina Uhses "Meine Glücklichküche"
© Janina and Food, Marina Jerkovic

Rezepte von der Nordsee, aus Berlin und Japan – das hat so keiner. Drängt sich für den Außenstehenden als Zusammenstellung aber auch nicht auf. Für Janina Uhse schon: Sie wurde in Husum geboren, ihre Eltern betreiben seit Jahren einen Weihnachtsmarkt in Japan und Berlin ist ihre Wahlheimat, in Potsdam-Babelsberg hat sie jahrelang "Gute Zeiten schlechte Zeiten" gedreht. Dazu gibt's viele sehr persönliche Anekdoten und Fotos der Schauspielerin.

Was kocht Janina Uhse so?

Janina Uhse macht Krabben-Rührei nach dem Geheimrezept ihres Opas: mit Kaffeesahne
Janina Uhse macht Krabben-Rührei nach dem Geheimrezept ihres Opas: mit Kaffeesahne
© Janina and Food, Marina Jerkovic

Lieblingsgerichte von Oma und Opa aus dem Norden Deutschlands, Berliner Szeneküche, japanisch Inspiriertes, aber auch einfach mal Snacks wie Nüsschen oder Popcorn – insgesamt 52 Rezepte gibt es im Kochbuch "Meine Glücklichküche". Wir erfahren, dass ihr Opa das Krabbenrührei mit Kaffeesahne schön schlotzig bekommt und man eine gute Chance hat, Quetschkartoffeln mit Meersalzflocken, Parmesan und Basilikum zu bekommen, wenn man überraschend bei Janina zu Hause vorbeischaut.

Was macht an zum Nachmachen?

Salty Rindfleich-Teriyaki - Janina Uhse liebt die japanische Sauce und könnte sich "wortwörtlich reinlegen".
Salty Rindfleich-Teriyaki - Janina Uhse liebt die japanische Sauce und könnte sich "wortwörtlich reinlegen".
© Janina and Food, Marina Jerkovic

Die handwarme Ofen-Süßkartoffel mit Frischkäse und Feldsalat ist erfrischend und lecker, die Caponata überzeugt mit Rotwein-Schwips, appetitlich wirken auch das Kotelett vom Landschwein mit wildem Broccoli und das "Salty Rindfleisch-Teriyaki" – Janinas japanisch angehauchte Antwort auf Rouladen. Opas Butterkuchen schaut saftig aus.

Spannend für Fans

Viele schicke Fotos mit ihr selbst in der Küche, in Japan, mit Freunden, die auch Rezepte beigesteuert haben. Dazu jede Menge Geschichten über Janinas Reisen, Freundschaften, Lieblingsgerichte. Das Buch wirkt sehr persönlich.

Für wen ist "Meine Glücklichküche" etwas?

Janina Uhse liebt Ramen-Nudeln. Darüber erfahren wir mehr in ihrem Kochbuch.
Janina Uhse liebt Ramen-Nudeln. Darüber erfahren wir mehr in ihrem Kochbuch.
© Janina and Food, André Josselin

Auf jeden Fall für Fans von Janina Uhse. Und für Leute, die sich beim Kochbuchblättern vom hübschen Foto und einer persönlichen Note anfixen lassen und nicht ausufernde Warenkunde wollen, sondern lieber direkt beim Rezept eine Geschichte drumherum – ums Franzbrötchen oder um die japanische Ramen-Suppe.

Womit das Kochbuch punktet

Sehr edle Aufmachung und Gestaltung – modern und unaufdringlich, das Papier matt und dick. Die Gerichte sind sehr ansprechend inszeniert und sind oft auch angenehm übersichtlich in der Zubereitungszeit.

Was wir uns noch gewünscht hätten

Nährwertangaben. Und manchmal springt es ein bisschen zwischen den Schauplätzen. Aber geschenkt.

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