Im Podcast "heute wichtig"

Fake-News: Sieben von zehn Posts über Merkel sind teilweise oder ganz falsch

Barbara Costanzo, Psychologin und Expertin für Hass im Netz bei der Deutschen Telekom
Barbara Costanzo, Psychologin und Expertin für Hass im Netz bei der Deutschen Telekom
© Deutsche Telekom AG, FRANK BAUER

23. September 2021 - 9:19 Uhr

Psychologin Barbara Costanzo analysiert, woher Falschmeldungen und Hassnachrichten kommen

Wer steckt hinter falschen oder verleumderischen Posts in sozialen Medien? Im Podcast erklärt eine Expertin, welche Rolle sogenannte Bots spielen – und was man gegen Hass im Netz tun kann.

Was tun gegen Hass im Netz?

"Sieben von zehn Posts über Angela Merkel sind zumindest teilweise falsch", sagt Barbara Costanzo im Podcast "heute wichtig". Die Psychologin verantwortet den Bereich "Social Engagement" bei der Deutschen Telekom und analysiert auch, woher Falschmeldungen und Hassnachrichten kommen. Immer mehr fällt ihr auf, dass Fake-News von sogenannten Bots produziert werden – also von programmierten Systemen, die automatisch "Likes" setzen, kommentieren oder ganze Posts veröffentlichen. Das führt dann dazu, dass ein Post mit vielen Likes glaubwürdig erscheint, obwohl er keiner realen Person gefällt.

Mehr Zivilcourage

Damit aus den sozialen keine "asozialen" Netzwerke werden, müssten auch die sogenannten "Mitleser:innen" etwas tun, so Costanzo. "Ich wünsch mir, dass Menschen aufstehen. Ich wünsche mir, dass Menschen Zivilcourage zeigen und es nicht einfach hinnehmen, dass die digitale Welt, die immense Vorteile für uns alle hat, so manipuliert wird und so verdreckt wird, dass wir uns dort nicht wohlfühlen."

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Außerdem geht es im Podcast um die deutsche Außenpolitik. "Das Verhältnis Europäische Union, USA und China - das ist in meinen Augen die größte Herausforderung. Hat im Moment überhaupt keine Rolle gespielt", sagt die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im "heute wichtig"-Interview. Aus ihrer Sicht haben die Parteien aus Angst das Thema EU im Wahlkampf weitestgehend ausgelassen.

Mit Blick auf den Wahl-Sonntag ist für Leutheusser-Schnarrenberger nur eins klar: es wird keine GroKo geben, ansonsten sagt sie: "Ich glaube, jede Dreierbildung ist ein Wechsel und ein Aufbruch." Aus ihrer Sicht wird der Klimawandel uns allen mehr abverlangen und das müssten die Parteien offen und ehrlich so auch kommunizieren.

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