Was kann das neue Modell?

Playbrush Smart One X im Test: E-Zahnbürste mit Dauerläufer-Akku

Die Playbrush Smart One X ist leicht und sie zeigt an, welche Zähne noch intensiver geputzt werden müssen.
Die Playbrush Smart One X ist leicht und sie zeigt an, welche Zähne noch intensiver geputzt werden müssen.
© RTL

01. Dezember 2021 - 16:33 Uhr

Hält der Akku wirklich drei Wochen lang durch?

von Sebastian Priggemeier

Schwarze Bürste für weiße Zähne: Die elektrische Schallzahnbürste Playbrush Smart One hat ein Update bekommen – und das ist in erster Linie optisch auffällig, denn die neue Smart One X ist schwarz. Aber inwiefern unterscheidet sie sich noch vom Playbrush-Vorgängermodell, das ich vor einiger Zeit getestet habe? Hält der Akku wirklich drei Wochen lang durch, wie der Hersteller behauptet? Und lohnt sich der Griff zum Upgrade? Die Playbrush Smart One X im Check.

Check-Punkt 1: Preis & technische Daten

Knapp 100 Euro soll die Smart One X laut unverbindlicher Preisempfehlung (UVP) kosten. Eine ganze Stange Geld für eine elektrische Schallzahnbürste, wobei es von Konkurrenten wie Oral-B oder Philips durchaus auch E-Zahnbürsten gibt, die 200 Euro und mehr kosten. Es handelt sich bei der Playbrush Smart One X also eher um ein Modell aus dem mittleren Preissegment.

Aber: Die erste Smart-One-Version für Erwachsene war für rund 70 Euro zu haben. Für den Nachfolger sind jetzt 30 Euro mehr fällig. Dabei ist auf den ersten Blick nur die Farbe anders (Schwarz statt Mint-Grün, Coral oder Navy). Es gibt offenbar jedoch auch technische Unterschiede. Laut Hersteller hat die Smart One X nicht mehr drei Putzprogramme, sondern vier:

  • Clean,
  • Massage,
  • Sensitive,
  • Ultra Sensitive.

In Sachen Putzgeschwindigkeit hat sich dagegen nichts getan – beide Playbrush-E-Zahnbürsten reinigen die Beißerchen mit 40.000 Umdrehungen pro Minute. Zum Vergleich: Die Schallzahnbürste Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000 (UVP 125 Euro) bringt es nach Herstellerangaben auf etwa 31.000 Umdrehungen.

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Check-Punkt 2: Bedienung & Akkuleistung

Was beim Auspacken und Ausprobieren direkt auffällt – die Borsten sind außergewöhnlich weich. "BlackClean+"-Borsten werden sie vom Hersteller genannt. Schon praktisch: Sie verblassen nach 8 bis 12 Wochen im Dauereinsatz, wenn der nächste Bürstenkopfwechsel fällig ist. Allerdings sind auch die Bürsten der günstigeren Smart One ebenfalls Indikatorbürsten, die mit der Dauer der Nutzung verblassen.

Neu ist das Putzprogramm Ultra-Sensitive, das sich über die zugehörige Playbrush-App einstellen lässt. Übers Smartphone bekommt der Nutzer dann Tipps vom integrierten Zahnputz-Coach. Wie das geht? Auf dem Handy-Display ist ein Gebiss zu sehen, das nach und nach mit der Bürste "abgearbeitet" wird.

Die Playbrush lässt sich aber problemlos auch ohne App benutzen – Feedback gibt sie trotzdem. Und zwar mit Hilfe eines Lichtrings im Zentrum des Griffs. Wenn alle vier Lichter um den Power-Knopf herum leuchten, sind sämtliche Zahnflächen ausreichend gereinigt. Das funktioniert gut und motiviert. Am Bürstenfuß ist ein zusätzliches Licht, das aufleuchtet, wenn mit zu viel Druck oder zu schnell geputzt wird. Sanft soll es sein, das Putzen.

Mein Eindruck bei der Benutzung:
Die Zähne werden mit der Playbrush Smart One X nicht geschrubbt oder mit möglichst vielen Umdrehungen poliert, sondern quasi sauber gestreichelt. Auch am Zahnfleisch fühlt sich das Putzen eher an wie eine Massage. Wirklich angenehm, vor allem für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch. Allerdings ist das Putzgefühl ähnlich wie beim Vorgängermodell, der Smart One. Die Unterschiede sind – aus meiner persönlichen Sicht – minimal. Im Vergleich mit Schallzahnbürsten der Konkurrenz sind die Unterschiede allerdings deutlich. Die Playbrush ist eher der sanfte Saubermann. Sie putzt gründlich, kommt gut in die Zahnzwischenräume.

Und der Akku? Der ist, wie vom Hersteller versprochen, ein absoluter Dauerläufer. An die Steckdose kam sie tatsächlich erst nach drei Wochen. Aber auch eher, weil es mir selbst komisch vorkam, das immer noch kein Leistungsverlust zu spüren war. Hut ab. Fast fragt man sich, warum überhaupt ein Ladekabel zum Lieferumfang gehört...

Check-Punkt 3: Die Optik

Oral-B Pulsonic Slim und Playbrush Smart One X
Zwei Zahnbürsten im Größen-Vergleich: Die Oral-B Pulsonic Slim (links) ist deutlich kleiner als die Playbrush Smart One X.
© RTL

Schick ist sie, das muss man der Playbrush lassen. Der matt-schwarze Griff macht optisch was her. Die Oberfläche ist leicht angeraut, liegt gut in der Hand. Und groß ist die Bürste – etwa einen (Bürsten)Kopf größer als meine Alltags-Zahnbürste, die Oral-B Pulsonic Slim, wie der Fotobeweis oben zeigt.

Eine Befürchtung war im Alltagstest schnell vergessen: Zahnpasta-Reste lagern sich an der schwarzen Bürste nicht übermäßig schwarzen Bürste ab. Die schnelle Reinigung unterm Wasserstrahl genügt.

Fazit zur Playbrush Smart One X

Pro

  • Durch die langen und weichen Borsten wird das Zahnfleisch auf sehr angenehme Art und Weise massiert.
  • Das Putzen macht Spaß, weil die Playbrush gut in der Hand liegt und, trotz ihrer Größe, nicht zu schwer ist.
  • Es ist ein leistungsstarker Akku verbaut, der nur alle paar Wochen geladen werden muss.

Kontra

Fairerweise muss dazugesagt werden, dass die Schallzahnbürsten selbst dafür vergleichsweise preiswert sind. Zur Smart One lassen sich auf Wunsch übrigens verschiedene Service-Abos buchen (für 36,99 €, 49,99 € oder 99,99 € pro Jahr), inklusive Ersatzbürsten und Rabatt auf bestimmte Zahnarzt-Dienstleistungen. Für unseren Test hat das Abo-Modell aber keine Rolle gespielt, denn die Playbrushs sind auch ohne Zusatzkosten erhältlich.

Lohnt sich der Umstieg von der Playbrush Smart One auf die Playbrush Smart One X?
Aus meiner Sicht nicht. Denn die Unterschiede fallen kaum ins Gewicht, sind eher optischer Natur. Wer allerdings eine andere Zahnbürste besitzt und mit empfindlichem Zahnfleisch zu kämpfen hat, sollte sich die Playbrush durchaus mal genauer anschauen. Denn die sanften Borsten sind absolut angenehm.

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