Körperfettanteil und Gewicht lassen sich anzeigen

Personenwaagen im Test: Auf diese Modelle ist Verlass

Eine Personenwaage ist nicht immer zu 100 Prozent genau - auch wenn sie modern aussieht. Das hat der Test der Zeitschrift "Guter Rat" gezeigt.
Eine Personenwaage ist nicht immer zu 100 Prozent genau - auch wenn sie modern aussieht. Das hat der Test der Zeitschrift "Guter Rat" gezeigt.
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19. April 2021 - 12:39 Uhr

Experten vergleichen sechs moderne Körperfettwaagen

Wer sein Gewicht im Blick behalten möchte, braucht eine zuverlässige Waage. Die Zeitschrift "Guter Rat" hat sechs aktuelle Modelle aus verschiedenen Preisklassen getestet. Ein Fazit: Mit den analogen Waagen von früher haben moderne Digitalwaagen nicht mehr viel gemeinsam – und ohne zugehörige App geht fast nichts mehr.

Wie genau sind digitale Waagen wirklich?

Beim Abnehmen ist Geduld gefragt. In der Regel dauert es mehrere Monate, bis sich Fitness- oder Diät-Programme auf der Waage bemerkbar machen. Zum Teil bleibt das Körpergewicht quälend lange stabil und manchmal steigt das Körpergewicht sogar, wenn beim Sport Gewichte gestemmt werden. Das erklären Sportwissenschaftler damit, dass die Körperzusammensetzung sich verändert: Fett wird zwar abgebaut, aber das zeigt sich kaum auf der Waage, weil der Effekt durch neue, zusätzliche Muskelmasse aufgehoben wird.

Moderne Waagen erkennen die Anteile von Fett und Muskulatur im Gewebe mit Hilfe der sogenannten Bioimpedanzanalyse – zumindest behaupten das die Hersteller. Durch minimale Stromimpulse wird die Leitfähigkeit der Gewebebestandteile Fett, Wasser und Muskulatur gecheckt und ausgewertet. Auch das Gewicht der Knochen berücksichtigen manche Körperanalysewaagen. Die Experten von "Guter Rat" zweifeln allerdings an, dass die Werte wirklich exakt sind, weil normalerweise umfangreiche körperliche Untersuchungen nötig sind, um die Zusammensetzung des Gewebes zu bestimmen.

Die Körperfett-Werte der Waagen zeigen eher eine Tendenz an und haben daher eher einen Motivations-Effekt.

Deutlich simpler ist das reine Körpergewicht zu ermitteln, sollte man meinen. Aber auch in dem Punkt stellten die Test-Experten Ungenauigkeiten fest. Drei von sechs Modellen (ADE, Medisana und eine Waage von Soehnle) lagen im Test immer ein halbes Kilogramm unter dem tatsächlichen Gewicht der Probanden.

Wichtig ist offenbar, dass man bei der Messung immer auf der korrekten Position steht. Manche Waagen zeigen diese ideale Position an, manche nicht.

Und welche Waage ist nun verlässlich? Im Test von "Guter Rat" schnitt folgende Diagnosewaage am besten ab:

Ebenfalls zuverlässig sind offenbar die gecheckten Waagen der Hersteller Soehnle und Medisana, die preislich in einer ähnlichen Liga spielen.

Die günstigste Waage im Test, das Modell ADE BA 2007, kostet nur knapp 15 Euro. Doch das Gerät schnitt im Vergleich am schlechtesten ab (Gesamt-Note 2,3). Ausstattung, Verarbeitung und Handhabung fielen bei der ADE-Waage negativ auf.

Welche Rolle spielen die Personenwaagen-Apps?

Die Auswertung der Daten läuft über die Apps der Waagen-Hersteller, die sowohl für Android-Handys als auch für Apple-Handys verfügbar und leicht installierbar sind. "Guter Rat" kritisiert, dass für die Nutzung der Medisana-VitaDock+-App ein Online-Konto eingerichtet werden muss. Pluspunkte gab es dagegen für die HealthManager-App von Beurer, die als besonders übersichtlich gelobt wird.

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