Wer Falafel und Sojasauce mag, wird diese Klößchen lieben

Orangen-Teriyaki-Tofubällchen mit Kohlrabi-Slaw

Tofu-Orangen-Teriyaki-Bällchen
© (C)DINNER UM ACHT, CLAUDIA ZALTENBACH @DINNER UM ACHT

05. Januar 2021 - 13:33 Uhr

Mit einem Rezept von Claudia Zaltenbach

Tofu ist ein echter Allrounder in der Küche – nicht nur als Fleischersatz. Diese Bällchen wollen gar kein Fleischklößchen-Ersatz sein. Mit ihrem großen Anteil an Kichererbsen sind sie auf jeden Fall auch was für Falafel-Fans. Sesamöl und Sojasauce bringen einen Hauch Japan rein, das Aroma frischer Orange macht die Tofu-Bällchen zu einem perfekten Gericht. Claudia Zaltenbach, die mit "Tofu"* 🛒 ein ganzes Buch über den weißen Alleskönner verfasst hat, verrät uns hier das Rezept.

"Diese Tofu-Bällchen sind zum Niederknien"

"Diese Kichererbsen-Tofubällchen sind zum Niederknien: luftig, knusprig und voller Umami", beschreibt die Autorin ihre Tofu-Klößchen. "Am liebsten esse ich sie einfach so, nur mit der Teriyaki-Sauce. Sollte – was unwahrscheinlich ist – etwas davon übrigbleiben, so schmecken sie auch kalt hervorragend."

Dazu passt Kohlrabi-Möhren-Slaw, dem Reisessig und Sesam eine asiatische Note verleihen. Wer die selbstgemachte Teriyaki-Sauce zu aufwändig findet, kann eine fertige benutzen und etwas Ingwer hinzufügen.

Claudia Zaltenbach hat ein ganzes Kochbuch über Miso geschrieben
Miso-Fan und Foodbloggerin Claudia Zaltenbach
© Magdalena Jooss, München

Für 2 Portionen

Teriyaki-Sauce:

1 EL Ingwersaft (frisch geriebener Ingwer, durch ein Sieb gepresst)
30 ml Mirin* 🛒
30 ml Shoyu (Sojasauce)*
1 EL brauner Zucker
1–2 EL Wasser

Bällchen:

230–250 g Kichererbsen, gegart
160 g fester Tofu
3 EL Shoyu (Sojasauce)
4 EL Kichererbsenmehl* (ersatzweise Kartoffelstärke)
1 TL Speisestärke
1 kleine Bio-Orange, Schalenabrieb
2 TL geröstetes Sesamöl*
2 TL Ingwer, geschält und frisch gerieben
2 Knoblauchzehen, geschält und durchgepresst
1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
3 EL Sesam- oder Sonnenblumenöl

Kohlrabi-Slaw:

1 mittelgroßer Kohlrabi
1 kleine Möhre
3 EL Mayonnaise
1 TL Senf
2 EL Reisessig*
je 1 Prise Salz und Zucker
geschälter Sesam zum Bestreuen

  • Für die Teriyaki-Sauce die Zutaten mischen und gut verrühren, damit sich der Zucker auflöst. Beiseite stellen.
  • Die Kichererbsen im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren.
  • Den Tofu in ein Tuch wickeln, etwa zehn Minuten mit einem Topf beschweren und pressen. Je trockener er ist, desto besser lässt er sich reiben.
  • Den Tofu grob raspeln. In einer Schüssel die pürierten Kichererbsen mit Tofu, Shoyu, Kichererbsenmehl, Stärke, Orangenabrieb, Sesamöl, Ingwer, Knoblauch und den Frühlingszwiebeln vermischen. Nach und nach eine esslöffelgroße Menge zwischen den Händen zu Bällchen formen.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Tofubällchen von jeder Seite etwa zwei Minuten braten, bis sie knusprig-braun sind.
  • Den Kohlrabi und die Möhre schälen und auf einer Mandoline* oder Küchenreibe in feine Streifen hobeln. Die übrigen Zutaten verrühren und unter das Gemüse mischen. Etwa eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
  • Tofubällchen mit Sesam bestreuen, die Teriyaki-Sauce zum Dippen dazu reichen und mit dem Salat servieren.

Servier-Tipp:

Geröstete Algen*, in feine Streifen geschnitten, darüber streuen. Ein Viertel der Sojasauce durch geräucherte Shoyu ersetzen oder alternativ weniger Sojasauce und eine Prise Rauchsalz.

Foobloggerin Claudia Zaltenbach hat auf einer Reise durch Japan ihre Liebe zu Tofu entdeckt, wie sie uns in diesem Artikel verrät. Sie konnte vorher mit dem Sojaprodukt so gar nichts anfangen. Mittlerweile ist sie so begeistert vom vielseitigen und gesunden Tofu, dass sie ein ganzes Buch darüber geschrieben hat. In dem lernt man auch hierzulande unbekanntere Sojabohnenprodukte wie Yuba und Okara kennen oder besucht mit ihr passionierte Tofuproduzenten, sondern erfährt auch, wie man aus Seidentofu eine kalorienärmere Variante der Mousse au chocolat anfertigen kann. Dazu gibt's schmackhafte Gerichte, die Tofu und Hackfleisch kombinieren, eine sehr aromatische malaysische Laksa-Bow, einen Matcha-Limetten- und natürlich klassische Udon- und Miso-Ramen-Suppe.

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