Achtung vor diesen Betrugsfallen!

Online-Shopping: So kauft man sicher und günstig im Netz ein

Wissen, wo man kauft: Bei unbekannten Online-Shops sollten Verbraucher vor der Bestellung das Impressum prüfen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wissen, wo man kauft: Bei unbekannten Online-Shops sollten Verbraucher vor der Bestellung das Impressum prüfen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
© deutsche presse agentur

27. Juli 2020 - 12:11 Uhr

Onlineshopping ist Alltag – in Zeiten von Corona mehr denn je. Zwei Drittel aller Deutschen kaufen im Internet ein, wie der Online-Monitor des Handelsverbands (HDE) zeigt. Im Schnitt gaben sie im vergangenen Jahr rund 1.482 Euro pro Kopf aus. Doch damit dabei alles auch mit rechten Dingen zugeht und die bestellte Ware auch ankommt, sollten Verbraucher diese Tipps beachten.

Risiko Nr. 1: Fake Shops

Damit die bestellte Ware auch ankommt und am Ende nicht die große Enttäuschung steht, hilft Skepsis und ein wenig Planung. Wovor man sich in Acht nehmen sollte, sind Fake Shops. Denn diese gibt es nach wie vor, warnt Eva Rohde vom E-Commerce Verband (BEVH). Betrüger stellen gefälschte Seiten ins Netz, um von arglosen Käufern Geld zu ergaunern. Besonders schnell landet man bei solchen falschen Angeboten über die Bildersuche von Google.

Erkennungsmerkmale von Fake Shops:

Manche Fake Shops sind einfach zu entlarven - etwa eine Feuerwehr, die Schuhe von einer bekannten Marke verkaufen soll. "Wenn der Name der Domain nicht zum Angebot passt, sollten alle Alarmglocken läuten", so Rohde. Auch schlechtes Deutsch, ein buntes Sammelsurium an Produkten oder die Häufung von Markenprodukten sind mögliche Hinweise.

"Das Wichtigste ist, dass Käufer erkennen können, bei wem sie kaufen", sagt Rohde. Ein Blick ins Impressum ist daher gerade bei unbekannten Online-Shops unerlässlich. Nützlich sind außerdem Siegel von Prüfinstituten, etwa Trusted Shops, EHI oder Tüv Süd.

Risiko Nr. 2: Extreme Preisschwankungen

Onlineshopping ist bequem und oft günstiger als der stationäre Handel. Doch ein Vergleich ist nicht ganz so einfach. Denn es gibt Anbieter, die teilweise täglich ihre Preise verändern, erklärt Kirsti Dautzenberg von den Marktwächtern der Verbraucherzentralen.

In einer Untersuchung von 2018 haben die Verbraucherschützer gezeigt, dass die Unterschiede innerhalb weniger Tage teilweise eklatant sind. So kostete eine Hose mal 130 Euro, dann 80 Euro und dann 200 Euro.

Um trotz schwankender Preise gute Geschäfte zu machen, sollte man möglichst nicht spontan einkaufen. Das gilt insbesondere bei großen Anschaffungen. "Wer ein bestimmtes Produkt im Auge hat, sollte die Preise über einige Tage vergleichen", rät Dautzenberg. Das geht zum Beispiel mit Preissuchmaschinen, die einen Preisverlauf darstellen. Zudem lohnt stets ein Blick auf die Preise im Laden um die Ecke.

Von der Schnäppchensuche an speziellen Rabatt-Tagen wie dem Black Friday Ende November lassen sich Verbraucher lieber nicht locken. Die gezielte Produktsuche und ein ruhiger Vergleich sparen mehr Geld.

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Risiko Nr. 3: Ware im Voraus bezahlen

Die meisten Onlineshops bieten mehrere Bezahlmethoden an. "Für Kunden ist die Zahlung auf Rechnung am besten. Denn dann haben sie die Ware schon in der Hand, bevor das Geld fließt", rät Dautzenberg.

Auf Vorkasse sollte man sich lieber nicht einlassen, insbesondere bei Shops, die einem unbekannt sind. "Falls die Ware beschädigt ist oder nicht ankommt, ist es oft schwieriger, das Geld zurückzubekommen." Gleiches gilt bei der Nutzung einer Kreditkarte.

Ist beim Händler kein Kauf auf Rechnung möglich, bieten sich vielleicht Zahlungsdienstleister wie Paypal als Alternative an. Sie helfen mit ihren Käuferschutzprogrammen, wenn mal etwas schiefgeht. "Zwar lösen die nicht alle Probleme, aber immerhin gibt es den Verbrauchern etwas Sicherheit", sagt Dautzenberg.

Risiko Nr. 4: Zustellprobleme

Weiß man, dass man das Paket nicht annehmen können wird, sollte man sich nach einer Alternative für die Lieferung umsehen. "Paketshops, freundliche Nachbarn, mit denen man sich vorher abgesprochen hat, oder Schließfächer der Logistikunternehmen sind Möglichkeiten", zählt Eva Rohde auf. "Wer kann, sollte so etwas als Zustellort angeben."

Wenn es der Arbeitgeber zulässt, kann man sich die Ware an seinen Arbeitsplatz liefern lassen. Oder man wählt Click and Collect, wenn es diese Option gibt: Also ein Produkt online bei einem Händler bestellen und in einer von dessen Filialen abholen.


Quelle: DPA/RTL.de