Nur eine Frau war je schneller

Olympischer Rekordlauf: Jamaikas Ladies schocken die Sprintwelt - und finden keine Worte

Olympiasiegerin!
Olympiasiegerin!
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31. Juli 2021 - 16:28 Uhr

Zweitbeste je gelaufene Zeit!

Wow, was für eine spektakuläre Machtdemonstration: Sprinterin Elaine Thompson-Herah gewinnt beim jamaikanischen Dreifach-Sieg wie vor fünf Jahren in Rio Gold über 100 Meter. Sie siegte in starken 10,61 Sekunden vor Shelly-Ann Fraser Price (10,74), die als erste Frau zum dritten Mal Olympiasiegerin über die kurze Sprintdistanz hätte werden können. Rang drei belegte Shericka Jackson (10,76.). Thompson-Herah erzielte die zweitbeste je gelaufene Zeit auf dieser Strecke.

"Ich habe immer daran geglaubt"

"Ich kann keine Worte finden", sagte die Olympiasiegerin, die bereits 2016 in Rio de Janeiro über 100 und 200 Meter gewonnen hatte, später noch völlig aufgelöst. "Ich habe so laut geschrien, weil ich so glücklich war."

Noch nie war bei Sommerspielen eine Sprinterin so schnell. Florence Griffith-Joyner hatte 1988 in Seoul in 10,62 Sekunden triumphiert – und im selben Jahr in 10,49 Sekunden den Fabel-Weltrekord aufgestellt.. "Ich wusste, dass die Zeit drin ist, aber ich hatte meine Höhen und Tiefen mit Verletzungen. Ich habe immer daran geglaubt. Es ist einfach toll!", so Thompson-Herah.

Deutsche Stars scheitern im Halbfinale

Die WM-Zweite Dina Asher-Smith aus Großbritannien musste kurz vor dem Finale verletzt passen. Nicht am Start war auch die nigerianische Weltklasse-Sprinterin und Weitspringerin Blessing Okagbare, die bei einer Trainingskontrolle am 19. Juli positiv auf das menschliche Wachstumshormon getestet wurde.

Die Suspendierung teilte die unabhängige Integrationskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (Aiu) vor dem Halbfinale mit, für das sich die 32-Jährige qualifiziert hatte. Dort schieden Tatjana Pinto und Alexandra Burghardt aus. (tno/sid/dpa)