20-jährige Freya Anderson lässt sich nicht aufhalten

Trotz Chlor-Allergie: Schwimmerin will Olympia-Medaille

Freya Anderson
Freya Anderson
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04. Mai 2021 - 9:58 Uhr

Schwimmerin hat Chlor-Allergie und hasst freie Gewässer

Sie ist eine der britischen Schwimm-Hoffnungen für die Olympischen Spiele: Freya Anderson. EM-Goldmedaillen hat die 20-Jährige, die über 100 und 200 Meter Freistil an den Start geht, bereits abgeräumt. In Tokio will sie die nächsten Medaillen sammeln. Dass sie als Schwimmerin überhaupt erfolgreich ist, überrascht vor allem sie selbst. Denn Anderson hat eine Chlor-Allergie und hasst Seen und Meere.

"Gewisse Formen von Chlor reizen meine Haut", erklärte Anderson in der britischen "Daily Mail". Nicht unbedingt ideal, wenn der Arbeitsplatz Schwimmbecken auf aller Welt sind. Viermal bekam die Britin bereits Probleme mit Chlor: "Zuerst war es eine allergische Reaktion, dann ein Hautpilz und ein Ekzem." Vier bis fünf Tage habe sie dann Probleme mit ihrer Haut. "Es ist für eine Schwimmerin sicher nicht ideal, aber ich kann damit leben", so die Staffel-Europameisterin von 2018.

Freya Anderson: "Ich hasse das Meer, Flüsse und Seen"

Mit dem Chlor in den Schwimmbecken hat sich die Schwimmerin also arrangiert – in freie Gewässer traut sich die 20-Jährige aber nicht. "Ich hasse das Meer, Flüsse und Seen. Nicht einmal gegen Geld würde ich in einen Fluss gehen." Der einfach Grund: "Ich fürchte mich vor den Dingen am Boden und den Fischen. Ich kann sie nicht ausstehen."

Dass sie trotz Chlor-Allergie und Angst vor offenen Gewässern Profi-Schwimmerin geworden ist, hätte die Britin früher selbst nicht gedacht. Jetzt kann sie sich ein Leben ohne die Schwimmhalle aber gar nicht mehr vorstellen.

LHÖ

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