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Olympia 2022: Deutsche Ski-Stars verlieren die Lust am vertagten Teamwettbewerb

Verschobener Medaillenkampf

Deutsches Ski-Team hat keine Lust mehr

19.02.2022, China, Yanqing: Olympia, Ski Alpin, Mannschaft, Mixed, Achtelfinale im Nationalen Ski-Alpin-Zentrum, DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier spricht im Mikrofon, nachdem das Rennen verschoben wurde. Wegen starken Windes wurde der Wettbewerb am S
Wolfgang Maier möchte einfach nur noch weg von den Olympischen Spielen
cvi, dpa, Michael Kappeler

Das Mixed-Teamevent der alpinen Skirennfahrer bei den Olympischen Winterspielen in China ist auf Sonntag verlegt worden. Wegen starken Windes wurde der Wettbewerb am Samstag zunächst mehrfach verschoben und schließlich ganz von der Tagesordnung genommen. Nun soll er am Sonntag (2 Uhr) nachgeholt werden. Er ist die letzte Chance für die deutsche Alpin-Riege, doch noch eine Medaille zu holen und die zweite Nullnummer nacheinander bei Winterspielen zu verhindern. Doch die Vorfreude schwindet offenbar.

"Ich glaube, dass viele dieser ständigen Kontrolle müde sind

"Es gab keine Möglichkeit, dieses Rennen unter fairen Bedingungen zu starten. Daher kann ich die Entscheidung der Jury auf jeden Fall mittragen", sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier, bevor das Event neu terminiert wurde. Die Begeisterung der Teams für ein Rennen am Sonntag gehe aber "Richtung Null, weil alle genug haben und schauen, dass sie hier rauskommen. Der Weltcup geht ja weiter. Jeder versucht, einen geordneten Rückzug hinzubekommen. Die Flieger am Montag sind extrem belegt. Das macht es ein bisschen schwierig."

Auch die strengen Corona-Maßnahmen und das Wetter wirken sich wohl auf die Motivation aus. "Unter anderen Bedingungen hätte man sofort gesagt: Okay", sagte Maier. "Ich glaube, dass viele dieser ständigen Kontrolle müde sind. Der Berg zehrt ja an Energie." Wind und Kälte setzen den Sportlern zu. "Das brennt einfach aus", betonte Maier.

Die besten Ergebnisse der Alpinen des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei den Spielen in China waren bislang die vierten Plätze von Lena Dürr im Slalom und Kira Weidle in der Abfahrt. Schon 2018 in Pyeongchang war das deutsche Alpin-Team leer ausgegangen. 2014 in Sotschi hatte es noch drei Medaillen gegeben. Maria Höfl-Riesch gewann damals Gold in der Kombination und Silber im Super-G, Viktoria Rebensburg holte Bronze im Riesenslalom. (tno/dpa)