Falsche Handwerker unterwegs?

Familie nach Fassadenreinigung vergiftet

Ein Mann in Arbeitssachen hält Arbeitshandschuhe in seinen Händen. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Ein Mann in Arbeitssachen hält Arbeitshandschuhe in seinen Händen. Foto: Patrick Pleul/Archiv
© deutsche presse agentur

06. Oktober 2020 - 16:24 Uhr

Familie muss mit Atembeschwerden ins Krankenhaus

War das einfach nur Pfuscherei – oder steckt eine böse Absicht dahinter? Nach einer versuchten Fassadenreinigung durch einen Fremden ist eine Familie aus Wolfsberg in Kärnten (Österreich) mit Hustenanfällen und Atembeschwerden ins Krankenhaus gekommen.

Fremder verschwand nach kurzer Zeit wieder

Laut Polizei kam am Montagabend ein fremder Mann zu der Familie und bot an, die Fassade des Einfamilienhauses zu reinigen. Der Familienvater sagte dem angeblichen Handwerker, dass er auf einem kleinen Stück der Hausmauer die Reinigung versuchen dürfe. Bereits nach kurzer Zeit gab der Fremde auf und verließ den Hof der Familie wieder.

Kurz darauf klagte die ganze Familie plötzlich über Husten und Atemnot. Laut Polizei hatten sich durch ein noch nicht näher bekanntest Reinigungsmittel giftige Dämpfe entwickelt. Offenbar waren diese durch ein Kellerfenster ins Haus gezogen.

Familie musste ins Krankenhaus

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich der 45-jährige Hausbesitzer, seine 38-jährige Lebensgefährtin und die beiden 14- und 15-jährigen Kinder im Haus. Die Familie wurde ins Krankenhaus Wolfsberg eingeliefert, wo Vergiftungserscheinungen diagnostiziert wurden.

Die Familie konnte das Krankenhaus zum Glück in den Nachtstunden wieder verlassen. Das Haus wurde von der Feuerwehr ausgelüftet. Die Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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