Wegen früherer Verfolgung

Österreich entschuldigt sich bei Schwulen und Lesben

Österreichs Justizministerin Alma Zadic
Österreichs Justizministerin Alma Zadic
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07. Juni 2021 - 13:59 Uhr

"Tief empfundenes Bedauern für das Leid und das Unrecht"

Österreichs Justizministerin Alma Zadic hat sich stellvertretend für die Justiz des Landes für die einstige strafrechtliche Verfolgung von Homosexuellen entschuldigt. "Ich möchte mein tief empfundenes Bedauern für das Leid und das Unrecht, das ihnen widerfahren ist, ausdrücken", sagte die Grünen-Politikerin Zadic.

"Diese Menschen wurden von Institutionen, die sie eigentlich hätte schützen sollen, in ihrer Würde und in ihrem Menschsein verletzt." Sie entschuldige sich auch für das lange Schweigen der Justiz.

Zwischen 1950 und 1971 mehr als 13.000 Menschen wegen Sexualität verurteilt

Nach Angaben des Historikers Andreas Brunner wurden in Österreich von 1950 bis 1971 mehr als 13.000 Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilt. Erst danach sei das Verbot gleichgeschlechtlicher Sexualkontakte nach und nach gelockert worden, so die Ministerin.

Zadic kündigte auch die Schaffung einer "würdigen" Gedenkmöglichkeit an. Weiterhin seien Lesben, Schwulen und Transgender von Hass und Gewalt betroffen. Es sei noch mehr Aufklärung, Dialog und Schutz nötig.

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