19. Februar 2019 - 10:51 Uhr

Fast alle Kekse durchgefallen

Kekse für Babys und Kleinkinder sollen als gesunder Snack für Zwischendurch den Heißhunger auf das geliebte Süß stillen. Gleichzeitig hoffen die meisten Eltern auf wenig Zucker, der Kinderzähne angreift und Schäden im jungen Körper anrichtet. Ökotest hat sechs beliebte Kinderkekse getestet – mit verheerendem Ergebnis.

Kekse bestehen zu einem Viertel aus Zucker

Experten raten zu ganz bewusstem Kekskonsum. Das hießt: Bis zum ersten Lebensjahr sollten Kinder überhaupt keine Kekse bekommen. Denn die steigern das überzogene Verlangen nach süß, fördern Karies und sind daher sehr ungesund für Babys.

Ökotest bewertet Kekse, die für Kinder ab sechs Monaten beworben werden, daher mit "mangelhaft". Von insgesamt sechs getesteten Keksen für Babys und Kleinkinder hat kein Produkt besser als ausreichend abgeschnitten. Nur die Dinkel-Butter-Kekse von Babylove Bio haben das Testurteil "ausreichend" bekommen.

Andere Übeltäter: Fettschadstoffe und Mineralöl

In fünf der getesteten Produkte sind Rückstände von Mineralöl durch die Verpackung oder bereits in der Produktion in die Kekse übergegangen. Nur der Alete Kinderkeks weist keine Mineralöl-Rückstände auf.

Fettschadstoffe sind in Palmöl oder Palmfett enthalten – das ist nicht nur ökologisch bedenklich, sondern steht auch im Verdacht, krebserregend zu sein. Diese Rückstände wurden in den Keksen der Marken Alnatura und Hipp gefunden.

Diese fünf Kekse haben mit "mangelhaft" abgeschnitten:

  • Alete Kinderkeks
  • Bebivita Bärenkeks
  • Alnatrua Dinkel Kekse von Bioland
  • Hipp Baby Keks
  • Holle Bio-Babykeks Dinkel von Demeter

Das rät Ökotest

Ökotest bezeichnet die Bewerbung der Produkte als "frech". Mehrere Hersteller bezeichnen ihr Produkt als "babygerecht" (Alete) oder "auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt" (Bebivita). Diese Aussagen bezeichnet Ökotest auf Basis ihrer Testergebnisse als "dreist" und "groben Unfug".

Die Experten von Ökotest raten, Babys und Kleinkindern erst möglich spät Süßigkeiten zu geben. Außerdem sollten Eltern die Inhaltsstoffe genau lesen, denn Palmöl muss dort unter anderem angegeben sein.

Weitere Informationen zu diesem und anderen Tests finden sich auf der Seite von Ökotest.