NINA, Katwarn und Co.: So warnen Katastrophen-Apps vor Terror, Amokläufen oder Unwetter

Die Katastrophenwarn-Apps können Dutzende Leben retten.
Die Katastrophenwarn-Apps können Dutzende Leben retten.
© dpa

06. September 2018 - 18:14 Uhr

Eilmeldungen durch 'Katwarn' oder 'NINA'

Großbrand, Unwetter, Terroralarm: Wenn eine Situation gefährlich ist, müssen die Menschen gewarnt werden. Doch wie kommen die Informationen zu uns? Die Antwort lautet: Durch Katastrophenwarn-Apps wie "Katwarn" oder "NINA". Denn diese warnen, wie viele fälschlicherweise denken, die Bevölkerung nicht bloß bei Unwettern. Aber wie funktionieren die Apps und sind sie wirklich - in allen Bundesländern - verlässlich?

Wie funktionieren die Apps?

Alle Menschen in Deutschland, die die Katastrophenapps Katwarn oder NINA installiert haben, werden durch Eilmeldungen vor Katastrophen gewarnt. Die Informationen über diese Gefahrenlagen beziehen die Apps unter anderem vom offiziellen Warnsystem des Bundes, von zuständigen Feuerwehrleitstellen, dem Deutschen Wetterdienst oder der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Unter Katastrophen fallen neben Unwettern, Bränden oder Überschwemmungen eben auch Terroranschläge, Amokläufe, Bombenfunde oder Atomkatastrophen. Zudem ist es möglich, Warnungen sowohl für den eigenen Standort als auch für andere Städte zu bekommen. Durch das Abonnieren von bestimmten Orten kann man sich beispielsweise über Gefahren am Urlaubsort der Kinder oder am Wohnort der Eltern informieren lassen.

Welche App herunterladen: Katwarn oder NINA?

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App - kurz NINA - ist der offizielle Informationskanal des Bundes für die Smartphone-Nutzer im Land. Durch die App werden die Menschen ausschließlich per Push-Nachricht auf ihrem Smartphone gewarnt.

Die App Katwarn wurde 2009 vom Fraunhofer-Institut Fokus entwickelt. Der große Vorteil dieser App: Nutzer werden nicht bloß per Push-Nachricht auf ihrem Smartphone gewarnt, sondern können auch per E-Mail oder per SMS informiert werden. Darum ist die App besonders für die Menschen gut, die kein Smartphone haben oder es kaum benutzen.

Welche App man aber letztendlich nutzt, hängt auch sehr von der Region ab. Beide Apps geben bundesweit Warnungen des Deutschen Wetterdienstes heraus. Da die Verantwortung für Warnungen in Deutschland je nach Gefahrensituation auf verschiedene Einrichtungen verteilt sind, unterscheidet sich die Nutzung der Apps regional. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und über das ganze Land Bescheid wissen will, der sollte sich am besten beide Apps installieren.

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Wie installiere ich die Apps?

Sie können die Warn-App NINA für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) nutzen. Die App ist kostenfrei über "iTunes" oder den "Google Play Store" erhältlich.

Katwarn gibt es kostenlos für iOS, Android und Windows Phone und kann in den jeweiligen AppStores heruntergeladen werden. Wer sich per SMS anmelden will, schickt den Text "KATWARN [Postleitzahlengebiet]" an die Service-Nummer 0163/7558842. Für Warnungen per E-Mail: "KATWARN [Postleitzahl] hans.mustermann@email.de". Nutzer können hierbei aber auch mehrere Postleitzahlengebiete angeben. Dazu müssen sie einfach je eine SMS pro Postleitzahl verschicken.