Tiere haben fast 2 Meter große BeinspannweiteInvasion der russischen Riesenkrabbe an der Küste von Yorkshire?

AH37AW Giant King crabs in Kirkiness Norway
Die russischen Königskrabben können bis zu zwei Meter groß werden.
Dan Burton / Alamy Stock Photo

Nichts für schwache Nerven: Vor der Küste von Yorkshire (Nordengland) haben sich riesige, fast zwei Meter große Königskrabben aus Russland angesiedelt. Das Problem: Sie stellen eine ernsthafte Bedrohung für einheimische Meeresarten dar. Bei den britischen Köchen laden sie allerdings gerne im Topf.

Riesen-Krabbe in britischen Gewässern entdeckt

Koenigskrabbe (Kronenkrebs, Kamschatkakrebs), Alaska-Koenigskrabbe, Kamschatka-Krabbe (Paralithodes camtschaticus), Koenigskrabbe im Aquarium | king crab, red king crab, Alaskan king crab, Alaskan king stone crab (Japanese crab, Kamchatka crab, Russian crab) (Paralithodes camtschaticus), King Crab in aquarium
Die Riesenkrabben fressen gern sowohl Jakobsmuscheln als braunen Krabben.
dpa

Die übergroßen Königskrabben wurden im Wasser vor der Küste von Yorkshire gesichtet und stellen mit ihrer 2-Meter-Beinspannweite und ihrem beeindruckenden 11 Zoll breiten Körper die heimischen, britischen Braunkrabben in den Schatten. Das berichtet der „Daily Star“.

Vor kurzem wurden die Krabben laut „Daily Star“ in britischen Gewässern gefunden. Dort wurden sie davor nie in nennenswerter Anzahl gesichtet. Experten zufolge wird ihre Zahl wohl aber bald explodieren.

Das Problem: Die Riesenkrabben fressen gern sowohl Jakobsmuscheln als auch braune Krabben. Sie stellen also eine Bedrohung für heimische Meeresarten dar. Bei den heimischen Fischern hingegen lassen sie ordentlich die Kassen klingeln. Denn so bedrohlich die Riesen-Krabbe für Jakobsmuscheln und braune Krabben ist, Fischer geben zu, dass sie durch sie ganz gut Geld verdienen.

Gegenüber „Daily Star“ erklärt der Londoner Koch Will Murray, er habe gemischte Gefühle: „Wir sind aufgeregt, aber ein bisschen verängstigt, da sie Eindringlinge sind und unsere braunen Krabben töten könnten“, sagt er.(jmu)