Neue Bewohner im Tierpark Berlin

Roloway-Meerkatzen Madiba und Akua sollen ihre Art vorm Aussterben retten

Die zwei Roloway-Meerkatzen haben sich schon gut im Berliner Tierpark eingelebt.
Die zwei Roloway-Meerkatzen haben sich schon gut im Berliner Tierpark eingelebt.
© Pressebild

07. Mai 2021 - 11:43 Uhr

Neue Tierart im Berliner Tierpark

Männchen Madiba (5) und Weibchen Akua (4) haben ein neues Zuhause! Warum das so besonders ist? Die schwarz-weißen Primaten mit langem weißen Spitzbart und langem Schwanz sind vom Aussterben bedroht. Jetzt sollen die zwei Roloway-Meerkatzen im Tierpark Berlin für Nachwuchs sorgen und somit einen Teil zur Rettung ihrer Art beitragen. Laut der Pressemitteilung des Tierparks scheint das erste Aufeinandertreffen sehr harmonisch abgelaufen zu sein. Sie naschen Paprika und springen von Ast zu Ast, wie man auf dem Foto oben sieht.

"Nur noch rund 300 Roloway-Meerkatzen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet"

So richtig zu Hause sind Roloway-Meerkatzen in Ghana und an der Elfenbeinküste. Doch "durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und Wilderei haben die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten rapide abgenommen.", heißt es in der Pressemitteilung des Tierparks. Genau deshalb ist die sogenannte "Erhaltungszucht" in Deutschland so wichtig. "Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN leben nur noch rund 300 Roloway-Meerkatzen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet.", schreibt der Tierpark Berlin weiter. Tierpark-Tierarzt Dr. Andreas Pauly erklärt, wie die Erhaltungszucht genau funktioniert: "Indem wir diese Tierart bei uns im Tierpark Berlin erhalten, sichern wir als eine Arche der Gene langfristig die Existenz dieser Primaten."

Roloway-Meerkatzen haben eine auffällige Gesichtsfärbung.
Roloway-Meerkatzen haben eine auffällige Gesichtsfärbung.
© Pressebild

Madiba und Akua stammen aus Deutschland

Die beiden seltenen Meerkatzen hatten zum Glück keinen allzu langen Anreiseweg nach Berlin: Männchen Madiba stammt aus dem Zoo Duisburg und seine Partnerin Akua aus dem niederländischen Ouwehands Dierenpark in Rhenen. In ihrem neuen Reich haben sie sich, laut Aussage des Tierparks, "offensichtlich schnell eingelebt". Täglich bekommen sie ihre Lieblingsspeisen serviert. Dazu gehören "Früchte, Blüten, Samen und Insekten". Zum Schlaf ziehen sie sich gerne in die Baumkronen zurück.

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Tierpark setzt sich weiter für den Schutz von bedrohten Tieren ein

Roloway-Meerkatzen sind nicht die einzige Tierart, die der Berliner Tierpark durch Erhaltungszucht vor dem Aussterben retten möchte, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem: "Um dem weltweiten Artensterben entgegenzuwirken, müssen Akteure aus Arten-, Klima- und Naturschutz zusammenkommen. Nur so können wir faszinierende Geschöpfe wie die Roloway-Meerkatzen langfristig schützen".

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