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Natalie Geisenberger: Rodel-Queen, Rekordlerin, stolze Mutter - die Mama macht's!

„Die Mama macht’s“

Natalie Geisenberger: Rodel-Queen, Rekordlerin, stolze Mutter

Gold Nummer sechs macht Natalie Geisenberger endgültig unsterblich. Die Eiskanal-Queen rast auch im Team-Wettbewerb zum Sieg und Olympia-Rekord. Keine deutsche Winter-Athletin hat so viele Goldmedaillen geholt wie die 34-Jährige. Kraft gibt ihr die Familie und der Sohnemann Leo (21 Monate alt), der zuhause vor dem TV seiner Mama zujubelt.

Geisenberger im Gold-Rausch

Nicht Claudia Pechstein, nicht Kati Wilhelm oder Maria Höfl-Riesch (und auch nicht Rodel-Legende Georg Hackl). Rodel-Königin Natalie Geisenberger steht nun ganz allein an der Spitze der erfolgreichsten deutschen Wintersportlerinnen. Sechs Mal Gold – zwei davon nun bei den Spielen in Peking. Die Rodel-Queen hat wieder zugeschlagen, dabei war das vor knapp zwei Jahren noch nicht abzusehen.

Im Mai 2020 bekam Geisenberger ihren Sohn Leo. Familienglück pur. Ein Glück, das aber auch eine Trainingspause zur Folge hatte.

Mit einer Rodel-Kollegin gründete sie eigens eine WhatsApp-Gruppe fürs Mama-Training. Immer im Visier: die Olympischen Spiele in Peking. Ihre Reise danach - fast schon zu schön, um wahr zu sein. Sie lieferte mit dem großen Rückhalt ihrer Familie ab. Geburt, Comeback, Weltcupsieg, EM-Titel und dann diese Gold-Spiele. Eine Mutter zeigt’s allen. "Das ist fast ein bisschen kitschig, gell?", sagte Geisenberger schon nach ihrem Einzel-Erfolg. Und jetzt noch die Krönung in der Staffel. Es wurde also tatsächlich nochmal eine ganze Schlitten-Länge kitschiger.

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Video: Gold-Geisi rodelt sich in den Olymp

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Herz für die Familie

Doch es sind ja auch genau diese Geschichten, die Olympia trotz Kritik am Gastgeberland und Corona-Chaos besonders und unvergesslich machen. So wie ihr Einzel-Rennen und die wohl jetzt schon legendäre Live-Reportage bei ihrem ersten Gold-Triumph in Peking . „Leo, die Mama macht’s!“, rief ARD-Reporter Peter Grube euphorisiert, als Geisenberger zum Sieg rodelte. Anschließend zeigte sie mit ihren Händen ein Herz. Ein Gruß an den Ehemann und Sohn in Miesbach.

Für den kleinen Leo hat die Olympiasiegerin neben den Medaillen schon ein Maskottchen als Geschenk eingepackt. Normalerweise ist Leo mit Ehemann Markus bei den Weltcup-Rennen dabei. Doch die strikten Vorgaben in China machten eine gemeinsame Olympia-Reise unmöglich. So musste die Familie in Bayern vom Sofa aus anfeuern – Geisenberger zum Rekord schreien.

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Rekorde? Nicht so wichtig

Der Olympia-Rekord bedeute ihr aber gar nicht so viel, betonte Geisenberger schon vor dem Gold-Rausch. „Mir sind solche Rekorde überhaupt nicht wichtig.“

Dabei hat die Polizeibeamtin schon einen Status als Sport-Heldin über ihren Sport hinaus erreicht. "Du inspirierst uns alle, besonders uns Mütter", schrieb die US-amerikanische Fahnenträgerin und Bob-Pilotin Elana Meyers Taylor anerkennend.

Olympia und Geisenberger - das passt einfach. Schon 2014 in Russland und 2018 in Südkorea triumphierte sie. "Olympia scheint so ein bisschen meine Welt zu sein, ich bin wahnsinnig stolz, dass es da so funktioniert. Meine Karriere hätte schlechter laufen können", sagte sie.

"Vermisse ihn ganz schön"

Dass sie nach China reist und bei den Winterspielen antritt, stand allerdings lange auf der Kippe. Nach eigenen Aussagen dachte sie intensiv über einen Boykott nach. Die Erfolge geben ihr nun recht. „Ich bereue es überhaupt nicht.“

Der Gold-Rekord ist aufgestellt, die größte Sehnsucht aber bleibt noch ein paar Tage unerfüllt. Geisenberger freut sich schon riesig, ihren Leo wieder in den Arm zu nehmen. Die 34-Jährige zählt die Tage bis zum Wiedersehen: „Meinen Kleinen vermisse ich schon ganz schön.“

Am Samstag geht’s zurück nach Bayern. Dann hat Leo seine Gold-Mama wieder für sich. (msc)