1. April 2019 - 19:27 Uhr

Riesige Laufvögel finden in Deutschland neue Heimat

Da muss man zweimal hingucken: Was machen denn Nandus in Schleswig-Holstein? Den riesigen Laufvogel sieht man sonst nur in Südamerika. Jetzt treibt eine Horde von Nandus ihr Unwesen im hohen Norden und macht die Anwohner verrückt. Wie die Tiere dort gelandet sind und warum die Leute sie nicht mögen, sehen Sie im Video.

Nandus im Norden

Nandus ähneln den afrikanischen Straußen so sehr, dass sie in älterer Literatur auch als "südamerikanische Strauße" bezeichnet wurden. Genau wie der Strauß kann er nicht fliegen. Umso verwunderlicher ist es, diese Tiere in freier Laufbahn in Norddeutschland zu sehen. Sie können bis zu 1,40 Meter groß werden und bis zu 50 Kilogramm wiegen.

Auch Flamingos und Papageien leben jetzt in Deutschland

Papageien in Köln
In Köln sind die grünen Papageien schon länger stadtbekannt.
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Wer denkt, dass Nandus schon die exotischsten Tiere in Deutschland sind, täuscht sich. In der Nähe von Münster findet man eine Flamingo-Kolonie. In einem circa 35 Hektar großen flachen See finden die Tiere viel Nahrung und pflanzen sich prächtig fort. Im Winter, wenn der See gefriert, ziehen die rosa Flamingos an die niederländische Küste. Im Frühjahr kommen sie dann wieder nach Münster und brüten. Gesichtetet wurden die Flamingos auch schon in Bremen und auf Husum.

Auch in Köln zeigen sich exotische Vögel: Mehr als tausend leuchtend grüne Papageien haben in der Domstadt ihr neues Zuhause gefunden. Und auch im benachbarten Düsseldorf fühlen sie sich wohl. Die grellgrünen Halsbandsittiche sind an Futterstellen, in Parks und auf Balkonen zu sehen und schlafen auf Bäumen mitten in der Stadt.