Fair Fashion für die Kids

Nachhaltige Kindermode: Auf diese Siegel sollten Sie achten

Nachhaltige Kindermode: Worauf sollten Eltern achten?
Nachhaltige Kindermode: Worauf sollten Eltern achten?
© picture alliance / Bildagentur-o, Tetra Images

13. Dezember 2021 - 6:26 Uhr

Nachhaltige Kindermode: Wieso, weshalb, warum?

Wer Wert auf einen ökologischen Lebensstil legt, hält auch bei der Kinderbekleidung die Augen offen. Immer mehr Eltern entscheiden sich für nachhaltige Kindermode. Auf T-Shirts, Hosen & Co. findet sich eine Fülle an Siegeln, die auf faire Herstellungsprozesse hinweisen. Nachteil: Es gibt kein offizielles Gütesiegel oder gesetzliche Verordnungen. Verschiedene Siegel stehen für unterschiedliche Standards – das kann für Verwirrung sorgen. Auf folgende Siegel sollten Sie achten.

Oeko-Tex Standard 100: Nachhaltige Kindermode ohne Schadstoffe

Der Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert eine Vielzahl an Textilien wie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Kindermode. Die gelabelten Produkte wurden von der "Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung" auf Schadstoffrückstände untersucht. Kindermode mit Oeko-Tex-Siegel ist somit für Kinderhaut gesundheitlich unbedenklich. Einziger Nachteil: Greenpeace kritisiert, dass lediglich Schadstoffrückstände geprüft werden – Herstellerbedingungen werden außer Acht gelassen.

  • Weltweit vergeben
  • Schadstofffreie Kleidung, Textilien, Garne, Stoffe und Zubehör

Kindermode mit Oeko-Tex Standard 100 ist mittlerweile weit verbreitet. Beispielsweise finden Sie bei Vertbaudet eine große Auswahl an zertifizierter Kinderbekleidung: Dieser 4er-Pack Kinder-T-Shirts* besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle und wurde mit dem Oeko-Tex-Siegel ausgezeichnet.

Weitere Kindermode mit Oeko-Tex-Siegel finden Sie hier*

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GOTS: Nachhaltige Kindermode unter strengen ökologischen Kriterien

Das GOTS-Siegel (der Global Organic Textile Standard) zählt zu den am weitesten verbreiteten Siegeln. Vergeben wird es unter strengen ökologischen Kriterien: Gelabelte Produkte müssen zu mindestens 90 Prozent aus Naturfasern bestehen, die zu 70 Prozent biologisch erzeugt wurden. Nicht nur das: Hersteller der Kleidung werden auf Sozialstandards wie Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung geprüft.

  • Mindestens 90 Prozent Naturfasern
  • Naturfasern, die zu 70 Prozent biologisch hergestellt sind
  • Soziale Standards

Kindermode mit GOTS-Siegel besteht in der Regel aus Baumwolle. Die Kapuzenjacke von loud + proud* setzt beispielsweise auf 100 Prozent Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Top: Das Unisex-Modell kann sowohl von Mädchen als auch von Jungen getragen werden.

Bio-Kollektionen: Das steckt hinter dem Versprechen

Siegel wie Oeko-Tex oder GOTS geben verlässliche Informationen über Herstellung, Schadstoffe oder Material. Doch auch separate Bio-Kollektionen einiger Shops bieten nachhaltige Kindermode an. Tipp: Prüfen Sie selbst das Material und den Ursprung des Produkts – nicht alles, was grün ausgeschildert ist, muss auch nachhaltig sein.

Wir haben ein Beispiel genauer unter die Lupe genommen: Die Bio-Kollektion von Vertbaudet greift hauptsächlich auf ökologisch produzierte Baumwolle zurück. So stammt die Baumwolle bei diesem Jungen-Shirt* laut Hersteller aus kontrolliert biologischem Anbau. Vorteil: Für die Herstellung wird weniger Wasser verbraucht. Ebenso werden keine Pestizide oder chemischen Düngemittel eingesetzt, die den Boden langfristig belasten.

Hier gelangen Sie zur Bio-Kollektion bei Vertbaudet*

Fazit: Wo gibt es nachhaltige Kindermode?

Leider ist es gar nicht so einfach, nachhaltige Kindermode zu erkennen. Vorhandene Siegel stehen für unterschiedliche Standards und priorisieren schadstoffarme Materialien, ökologische Produktion oder Sozialstandards. Mit einem Siegel ist es deshalb oft nicht getan, da Bio-Baumwolle beispielsweise keine Auskunft über faire Produktionsbedingungen gibt. Am sinnvollsten ist bei Kinderkleidung oft der Gebrauchtkauf: Secondhand erhalten Sie hochwertige Kindermode zu einem kleinen Preis und geben alten Kleidungsstücken ein neues Leben. Wenn es doch mal neue Kinderkleidung sein soll, ist es nachhaltiger, auf Naturmaterialien zurückzugreifen und auf entsprechende Siegel zu achten.

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