Treffen mit UN-BeauftragterNach langer Gefangenschaft: Prinzessin Latifa ist in Paris wieder aufgetaucht

Prinzessin Latifa, die Tochter von Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, soll nach langer Gefangenschaft angeblich wieder frei sein.
Prinzessin Latifa, die Tochter von Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum, wurde nach langer Gefangenschaft in Paris gesichtet.
Balkis Press/ABACA, Balkis Press/ABACA

Prinzessin Latifa (36), die Tochter von Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum, ist in Paris aufgetaucht. Vier Jahre, nachdem die Tochter des Emirs von Dubai angeblich von ihrer eigenen Familie entführt wurde, trifft sie sich mit der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in der französischen Hauptstadt. Das teilt „UN Human Rights“ nun via Twitter mit.

Treffen "unter vier Augen"

Michelle Bachelet zeigt in einem Tweet, dass sie sich mit Scheicha Latifa bint Mohammed al-Maktoum auf deren Wunsch hin privat in Paris getroffen habe. Auf dem Bild sind die beiden Frauen vor der Metro-Station Chaussée d'Antin - La Fayette zu sehen. „Nach der Vorstellung bei Latifas Rechtsberater trafen sich die Hohe Kommissarin und Latifa unter vier Augen. Latifa teilte der Hohen Kommissarin mit, dass es ihr gut gehe, und äußerte den Wunsch, dass ihre Privatsphäre respektiert werde", heißt es in der Erklärung von Bachelets Büro.

Prinzessin Latifa wurde in Villa festgehalten

Latifa gilt seit langem als Gefangene ihres eigenen Vaters, Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum, der Premierminister und Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Im Jahr 2020 entschied ein britischer Richter, dass Scheich Mohammed sowohl Latifa als auch ihre Schwester Shamsa gefangen hielt und die beiden bei verschiedenen Gelegenheiten entführt hatte.

2018 versuchte die 36-jährige Latifa ihrem Vater zu entkommen – ohne Erfolg. Kurz vor der Ausreise wurde sie von Beamten aus Dubai festgenommen und zurück in das Emirat geschickt, wo sie „alleine und ohne Zugang zu medizinischer oder rechtlicher Hilfe“ in einer Polizei bewachten Villa eingesperrt wurde. In den letzten Jahre soll es aber „sehr positive Fortschritte“ in Bezug auf ihre persönliche Freiheit gegeben haben. Das dürfte auch das Treffen mit der UN-Kommissarin möglich gemacht haben. (lkr)