Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Ihre Kleinen stehen Hustensaft und Co. skeptisch gegenüber?

Mutter verrät genialen Trick: So nimmt Baby gern Medizin

Die Vergabe von Hustensaft und Co. an Kleinkinder und Babys ist nicht immer leicht.
Die Vergabe von Hustensaft und Co. an Kleinkinder und Babys ist nicht immer leicht.
© iStockphoto, solidcolours

03. Februar 2021 - 14:00 Uhr

Medizin ist Kindern oft nicht geheuer

Medizin nimmt wohl niemand gerne. Doch für Babys und Kleinkinder ist der Prozess oft noch um einiges gruseliger. Schließlich verstehen sie nicht, wieso Mama oder Papa ihnen nun plötzlich eine übelschmeckende Flüssigkeit verabreichen wollen. Die Tiktok-Nutzerin Shannon Williams ist Mutter eines kleinen Mädchens und hat einen genialen Trick entdeckt, durch den die Medizinvergabe bei ihr zu Hause ohne Tränen vonstattengeht.

„Das ist das Beste, was ich je gekauft habe!"

Begeistert teilt die Britin aus Südwales ihre Entdeckung mit anderen Eltern auf der Social-Media-Plattform: Sie füllt die Medizin in einen speziellen Medikamentenschnuller* ab und gibt diesen ihrer Tochter zum Nuckeln. "Das ist das Beste, was ich je gekauft habe!", schwärmt sie in dem Tiktok-Video. Denn ihrer Kleinen scheint diese Art Medizinvergabe wirklich zu gefallen – strahlend nimmt sie den Schnuller entgegen und nuckelt die Flüssigkeit einfach heraus.

Mutter gibt Tochter Medizin durch Schnuller
Mama Shannon träufelt die Medizin in Schnuller - und ihre Tochter nuckelt drauf los.
© TikTok, /@shannonwilliams208

Sind solche Medizinschnuller unbedenklich? Dr. Specht klärt auf

Dieser Trick ist so einfach wie genial – aber gibt es da wirklich keinen Haken? Können Eltern die Schnuller guten Gewissens verwenden? Wir haben den RTL-Medizinexperten Dr. Christoph Specht gefragt, was er von den Medizinschnullis hält. Sein Urteil: "Das kann man ruhig machen." Gerade wenn Kinder sich vor der Medizingabe fürchten, sei so ein Schnuller eine gute Möglichkeit, den Prozess etwas unaufgeregter zu gestalten. Wichtig sei nur, sich vorher einmal im Beipackzettel der Medikamente zu vergewissern, dass nichts gegen die Gabe im Schnuller spricht – zum Beispiel, wenn Tabletten nicht zerkleinert und in Flüssigkeit aufgelöst verabreicht werden dürfen.

LESE-TIPP: Diese Medikamente sollten Sie auf keinen Fall zerkleinern!

Vertuschungs-Taktik kann auch nach hinten losgehen

Allerdings könne die Vertuschungs-Taktik auch nach hinten losgehen, warnt der Mediziner. "Wenn etwas schrecklich schmeckt, dann geht das auch mit dem Schnuller nicht gut." Nutzen Eltern dann häufig den Schnuller, um fies schmeckende Hustensäfte oder ähnliches zu verabreichen, wird das Kind den Nucki schnell mit einem schlechten Gefühl in Verbindung bringen. Dann funktioniert nicht nur der Medizin-Trick nicht mehr, sondern es kann auch sein, dass Babys den Schnuller zukünftig komplett ablehnen.

Zudem weist Dr. Specht darauf hin, dass Eltern ihren Kindern den Schnuller etwa ab dem Alter von zwei Jahren abgewöhnen sollten. Ab dann eigne sich auch die Medizinvergabe über den Schnuller nicht mehr. Als Alternative zum Medizinschnuller empfiehlt der Arzt, Medikamente wenn nötig im Brei oder Getränken zu verabreichen. Bei älteren Kindern rät Dr. Specht komplett von Versteck-Variante ab. Eltern sollten dann lieber offen und ehrlich erklären, warum die Einnahme von Medizin in bestimmten Situationen wichtig ist.

LESE-TIPP: Kind kann nicht einschlafen? Mit diesen Tipps kriegen Sie die Kleinen im Lockdown schneller müde

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Auch interessant