Mülltrennung: Was gehört eigentlich in welche Mülltonne?

11. April 2018 - 16:10 Uhr

Restmüll, Bio-Tonne, gelber Sack: Welcher Müll gehört wohin?

Mülltrennung – das ist schon ein leidiges Thema. Was kommt in welche Tonne? Was passiert eigentlich, wenn ich falsch trenne und wie war das nochmal mit dem Sperrmüll? Auch Familie Flick aus Hessen kennt das Problem und hat einige Fragen zum Thema Mülltrennung. Wir haben den Müllexperten Stefan Röttele gebeten, gemeinsam mit der Familie im Familienmüll zu buddeln und Tipps zu geben, was wie getrennt werden muss. Im Video sehen Sie das Ergebnis des Mülleimer-Checks.

Die wichtigsten Fragen zur Mülltrennung haben wir für Sie hier noch einmal zusammengefasst:

Was gehört in welche Tonne?

Gelbe Tonne:

Jegliche Verpackung aus Plastik oder aber auch beschichtetes Papier wie zum Beispiel Milchtüten gehören in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Wer möchte, kann zusätzlich offensichtlich unterschiedliche Materialformen trennen (z.B.: die Plastikfolie einer Zigarettenschachtel in die Gelbe Tonne, die Papierschachtel in den Papiermüll)- Das sei aber nicht vom Verbraucher zu erwarten oder zu verlangen, so Stefan Röttele.

Biomüll:

In den Biomüll gehören Speisereste, also auch gekochte Essensreste sowie Gemüse oder Obst-Reste. Idealerweise entsorgen Sie diese in einer Papiertüte, die schon ein wenig von der Feuchtigkeit aufnimmt. In einen Kompost im Garten gehören keine verarbeiteten Lebensmittel. Speisereste sollten Sie zudem auf keinen Fall in die Toilette kippen – das zieht Ungeziefer wie Ratten an.

Restmüll:

Was landet hier? "Das ist eine in der Tat schwierig zu beantwortende Frage", sagt der Experte. Hier ist eher nach dem Ausschlussprinzip zu arbeiten. Was nicht in die anderen Tonnen gehört, landet im Restmüll. Stark durch Lebensmittel verschmutztes Papier oder andere Verpackungen sollten auch eher in die Restmülltonne wandern, empfiehlt der Müllexperte. Aber gut zu wissen: Je weniger Müll in der Restmülltonne landet, desto günstiger werden die Müllgebühren. Müll trennen ist daher auch für Sparfüchse relevant.

Bei offensichtlichen Verstößen bleibt die Tonne stehen

Sperrmüll:

Wer seinen Sperrmüll einfach vor die Tür stellt, ohne die Abholung zu beantragen, der muss mit einem Bußgeld rechnen. Etwas mitzunehmen, was als Sperrmüll auf der Straße steht, ist hingegen nicht verboten.

Was passiert, wenn ich falsch trenne?

Bei offensichtlichen Verstößen kann das Müllunternehmen verwarnen und einen Vermerk auf die Tonne kleben. Die Tonne kann dann auch mal stehen bleiben.

Darf ich meine Tonnen übervoll an die Straße stellen?

Das ist nicht verboten, sagt Müllexperte Röttele. In der Regel seien die Müllentsorger erstmal kulant. Kommt das allerdings regelmäßig vor, bitten die Unternehmen schon, die Größe der Tonne anzupassen.