'Mono-Mono-Zwillinge': Mutter widersetzt sich ärztlichem Ratschlag und rettet so ihre ungeborenen Zwillinge

12. Februar 2018 - 16:55 Uhr

Babys teilten sich eine Plazenta

Zwillinge haben oft eine ganz besondere Nähe zueinander. Im Bauch liegen sie ganz nah beieinander. Vielleicht hat genau diese Nähe dem kleinen Ellis und dem kleinen Blair das Leben gerettet. Denn ihre Eltern Amie (29) und Paul (32) erfuhren zu Beginn der Schwangerschaft, dass die Zwillinge in Gefahren waren, weil es sich um eine sogenannte 'Mono-mono'-Schwangerschaft handelte. Und eines der Kinder bekam zu wenig Nährstoffe aus der Plazenta. Die Ärzte hatten für die Eltern zunächst überhaupt keine guten Aussichten. Wie sich die beiden dann aber entwickelt haben, zeigen wir Ihnen im Video.

Zwillinge halten kurz nach der Geburt Händchen

'Mono-mono' ist eine Abkürzung und steht für 'monochorial-monoamniote' (eine Zottenhaut und eine Embryonalhülle) Form. Solche Zwillinge sind sehr selten – pro 10.000 Schwangerschaften kommt diese Zwillingsform nur einmal vor. Und bei den Schwangerschaften mit eineiigen Zwillingen liegt die Wahrscheinlichkeit für Mono-Mono-Zwillinge bei weniger als einem Prozent. Diese Konstellation entsteht nach der Einnistung in die Gebärmutter und nachdem sich die Fruchthöhle ausgebildet hat. Die Embryos befinden sich in einer gemeinsamen Fruchthöhle und teilen eine gemeinsame Plazenta.

Abgesehen davon, dass die beiden Embryos in der Fruchthöhle einen intensiven Körperkontakt haben, birgt eine solche Schwangerschaft auch Risiken. So können sich zum Beispiel die beiden Nabelschnüre verschlingen, was zu fehlender Versorgung der Embryos führen kann.

Deshalb empfahlen die Ärzte Amie einen vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch. "Uns wurde gesagt, dass einer unserer Zwillinge sterben muss, um den anderen zu retten. Wir konnten es nicht glauben. Es war furchtbar", erinnert sich Amie gegenüber 'Sunday Express'. Sollte nämlich ein Kind im Mutterleib sterben, würde dies auch die Überlebenschancen des anderen Zwillings drastisch beeinflussen. Ein Abbruch schien die einzige Lösung zu sein.

Doch das Paar vertraute auf das Schicksal, widersetzte sich den Empfehlungen der Ärzte und sollte damit genau richtig liegen. Die Zwillinge kamen in der 29. Schwangerschaftswoche zur Welt. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang es den Kleinen zu überleben. Dass die Schwangerschaft so endete, grenzt an ein echtes Wunder.