Weil sie sich küssten

Mitten in Berlin: Homosexuelles Pärchen mit Schusswaffe bedroht

Bedrohung am Berliner Nollendorfplatz (Foto: Archiv)
Bedrohung am Berliner Nollendorfplatz (Foto: Archiv)
© RTL

25. Oktober 2021 - 13:42 Uhr

Homophober Angriff

Am Berliner Nollendorfplatz hat ein jugendlicher Mann eine Pistole gezogen und damit auf den Kopf eines 40-Jährigen gezielt. Der Grund: Der Mann hatte vor dem Bahnhof seinen Freund geküsst.

Bedrohung im homosexuellen Szene-Bezirk

Regenbogenfahnen sind am Berliner Nollendorfplatz allgegenwärtig. Die Kuppel des Bahnhofs leuchtet sogar im Dunkeln in den bunten Farben als Zeichen der Offenheit. Doch ausgerechnet hier hat sich am Sonntag ein homophober Angriff abgespielt. Als ein 40-Jähriger gegen 18:20 Uhr den U-Bahnhof mit seinem Freund verließ und ihn vor dem Bahnhof umarmte und küsste, wurde das Paar zunächst von einer Gruppe grölender Jugendlicher bepöbelt. Kurz darauf zog einer der jungen Männer eine Schusswaffe und zielte auf den Kopf des 40-Jährigen. Das berichtet die Berliner Polizei. Anschließend zog die Gruppe den Angaben zufolge lachend weiter.

Das Opfer der Bedrohung erstattete Anzeige. Jetzt ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des LKA wegen einer "homophob motivierten Bedrohung". Ob es sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole oder eine echte Schusswaffe handelt ist noch nicht klar. Für das Paar war der Vorfall in jedem Fall ein Schock. (mch)