Auf Sandbank gestrandet

Mit mehr als 100 Kindern: Ausflugsschiff vor Wangerooge festgefahren

Auf der "Jens Albrecht III" waren insgesamt 137 Fahrgäste.
Auf der Jens Albrecht III waren insgesamt 137 Fahrgäste.
Die Seenotretter - DGzRS

von Carmen Gocht

Viel Geduld mussten vier Schulklassen und ihre Lehrer auf einem Ausflugsschiff auf der Nordsee haben: Das Schiff war am Donnerstagnachmittag (22.9.) zwischen den Ostfriesischen Inseln Wangerooge und Spiekeroog auf Grund gelaufen.

Schiff fährt sich fest

Der Seenotretter Fritz Thieme wurde zu einem festgefahrenen Fahrgastschiff vor Wangerooge gerufen.
Das Seenotrettungsboot Fritz Thieme wurde zur Hilfe gerufen. (Symbolbild)
Die Seenotretter - DGzRS

Die Schüler waren auf einer Rundfahrt zu den Seehundbänken in der Nordsee. Gegen 15 Uhr meldete sich der Kapitän der Jens Albrecht III bei der Rettungsleitstelle See in Bremen. Beim Einsetzen der Ebbe hatte sich sein rund 26 Meter langes Schiff bei ablaufendem Wasser am Rande des Harlefahrwassers festgefahren. „Aus eigener Kraft konnte die Besatzung es nicht mehr befreien“, heißt es von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). 137 Fahrgäste und die Crew saßen rund zwei Kilometer vor Wangerooge fest. Sofort alarmierte die Rettungsleitstelle die Seenotretter der Station Wangerooge. Als die Retter eintrafen, lag das Ausflugsschiff aber schon so hoch auf einer Sandbank, dass auch das Seenotrettungsboot Fritz Thieme es nicht mehr freischleppen konnte.

Geduldsprobe für die Kinder

Die Seenotretter mussten die steigende Tide abwarten. Nachdem sie sich überzeugt hatten, dass es den Schülern und Lehrern an Bord gut geht, hieß es: Geduldig sein. Insgesamt viereinhalb Stunden warteten sie auf höheres Wasser. „Die Fahrgäste wurden mit Getränken versorgt und die Stimmung war gut“ heißt es auf RTL-Anfrage von der zuständigen Pressestelle der Deutschen Bahn. Gegen 19:25 Uhr übergaben die Seenotretter schließlich eine Schleppleine an das Fahrgastschiff. Mit ganzer Kraft des 380 PS starken Motors versuchten die Seenotretter, die Jens Albrecht III von der Sandbank zu ziehen. Das klappt jedoch nicht sofort. „In mehreren Anläufen gelang es, das Ausflugsschiff ins tiefere Fahrwasser zu schleppen“, heißt es von der DGzRS. Aber letztendlich konnte das Ausflugsschiff seine Fahrt fortsetzten.