2019 M02 11 - 12:13 Uhr

Viele Vermieter verlangen eine Selbstauskunft

Die Traumwohnung zu finden ist gar nicht so einfach. Umso dankbarer ist man, wenn man die perfekte Wohnung dann endlich gefunden hat. Doch bevor der Vertrag unterschrieben werden kann, verlangen viele Vermieter noch eine sogenannte "Selbstauskunft" – eine Art Fragebogen über den Mietvertrag hinaus.

"Möchten Sie in Ihrer Wohnung musizieren?"

So erging es auch einer jungen Frau aus Köln und die Fragen, die ihr bei dieser Selbstauskunft gestellt wurden, waren so unerhört, dass sie ihrem Ärger auf Facebook Luft machte. "Sind Sie geschlechtlich normal veranlagt?", "Möchten Sie in Ihrer Wohnung musizieren?" und "Gehören Sie einer außerchristlichen Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Sekte an?" lauteten die Fragen des Vermieters. Mal abgesehen von der Unverschämtheit und Kurzsichtigkeit bei Sexualität zwischen "normal" und "unnormal" zu unterscheiden, fragt man sich: Darf der Vermieter das überhaupt? Ist er dazu berechtigt, vom Mieter solch private Informationen zu verlangen?

Welche Informationen an den Vermieter weitergegeben werden müssen und welche Fragen bei der Selbstauskunft unzulässig sind, zeigen wir Ihnen in der Galerie.

Vermieter hat die Fäden in der Hand

Leider ist der Vermieter immer in der stärkeren Position, denn schließlich wollen Sie unbedingt die Wohnung und müssen sich womöglich noch gegen weitere Bewerber durchsetzen. Es hilft also auch, die frechen Fragen nach Religion und Sexualität zu beantworten, um möglichst keinen leeren Fragebogen abzugeben. Sie müssen ja nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Bedenken Sie allerdings: Dann haben Sie zwar eine Traumwohnung, aber einen eventuell unangenehmen Vermieter. Aber Kompromisse muss man ja fast immer eingehen.