Bruder des Vermissten geht auf dessen Freund los

Messerattacke nach Badeunfall in Hamburg - Opfer offenbar aus Rache niedergestochen

18.06.2021, Hamburg: Ein Kleinboot fährt auf der Elbe um den Signalturm. Feuerwehr und Polizei haben am Abend zweieinhalb Stunden nach einem jungen Mann gesucht, der von einem Signalturm in die Elbe gesprungen und nicht mehr aufgetaucht war. Sein Beg
Einsatzkräfte suchten in der Elbe nach dem verschwundenem Schwimmer.
jwp, dpa, Jonas Walzberg

Badeunfall in Hamburg: 15-Jähriger ging in Elbe unter

Tragische Entwicklung nach dem Badeunfall am Hamburger Elbstrand . Nachdem ein 15-Jähriger am Freitagabend beim Schwimmen in der Elbe von der Strömung mitgerissen wurde, ist es offenbar im Umfeld des Vermissten zu einer Messerattacke gekommen. Bei dem Angriff im Stadtteil Harburg wurde ein 16-Jähriger lebensgefährlich verletzt.

Offenbar Wut auf Freund, der am Ufer blieb

Laut „Hamburger Morgenpost“ soll der Bruder des vermissten 15-Jährigen einen von dessen Freunden aus Wut und Rache angegriffen haben. Das Opfer war auch am Badeunfall beteiligt. Bei dem Unglück hatten ein 22-Jähriger und ein 17-Jähriger noch versucht, dem 15-Jährigen zu Hilfe zu kommen, konnten diesen jedoch nicht mehr retten. Am Samstag sei in der Familie des Vermissten die Wut auf den 16-Jährigen gewachsen, der sich während der tragischen Szenen ebenfalls am Ufer aufgehalten haben soll. Offenbar warf man ihm vor, nichts getan zu haben, um das Leben seines Freundes zu retten.

Der Jugendliche wurde bei der Messerattacke mehrfach in den Rücken gestochen und musste notoperiert werden. Der 16-Jährige befindet sich den Angaben zufolge weiter in einem kritischen Zustand. Der junge Tatverdächtige sollte noch am Sonntagabend einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei mitteilte.

(mst)