Polizei erhielt offenbar Liste mit bedrohten ObjektenMehrere Gerichte nach Bombendrohung geräumt- keine verdächtigen Gegenstände gefunden

ARCHIV - Das Wort "Oberlandesgericht" ist am 05.03.2014 im Eingangsbereich des Oberlandesgerichts in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) in Stein gemeißelt.  Ein mutmaßlicher Übersetzer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich von kommendem Mittwoch an in Düsseldorf vor Gericht verantworten. (zu dpa "Mutmaßlicher IS-Dolmetscher in Düsseldorf vor Gericht" vom 18.03.2017) Foto: Roland Weihrauch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Oberlandesgericht Düsseldorf - eines der betroffenen Gerichte in NRW
rwe kno olg lof, dpa, Roland Weihrauch

Wegen Bombendrohungen sind am Donnerstag mehrere Gerichte in Düsseldorf und Wuppertal geräumt worden. Nach dpa-Informationen soll bei den Behörden eine Liste mit mehreren Objekten eingegangen sein, die bedroht werden. Doch dann gab es eine schnelle Entwarnung.

Hintergründe unbekannt

Es seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden. Betroffen waren nach dpa-Informationen das Oberlandesgericht in Düsseldorf sowie die Land- und Amtsgerichte in Mönchengladbach und Wuppertal.

Ein Sprecher des Landgerichts Mönchengladbach sagte, das Gericht bleibe am Freitag geschlossen. An der Düsseldorfer Cecilienallee - dem Hauptsitz des Oberlandesgerichts - kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen. Land- und Amtsgericht Düsseldorf waren von den Maßnahmen nicht betroffen.

Nach dpa-Informationen soll bei den Behörden am Morgen eine Liste mit den Objekten eingegangen sein, die bedroht worden waren. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. (dpa/lgr)

Gebäude wurden evakuiert

„Das Gebäude wurde evakuiert und geräumt“, bestätigte ein Polizeisprecher in Wuppertal am Morgen. Zuvor hatte die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet. Auch an der Düsseldorfer Cecilienallee - dem Hauptsitz des Oberlandesgerichts - gab es einen Polizeieinsatz. Die Ermittler bestätigten offiziell nicht, dass es sich um Bombendrohungen handelte. (dpa/lgr)