Infantino wohnt offenbar "überwiegend" in Katar

FIFA-Boss schickt sich in die Wüste

FIFA-Präsident Infantino hat sich in der Wüste niedergelassen
FIFA-Präsident Infantino hat sich in der Wüste niedergelassen
© dpa, Pradeep Dambarage, OZ nic

17. Januar 2022 - 11:29 Uhr

FIFA-Boss Gianni Infantino wird eine (zu) große Nähe zu Potentaten und Autokraten nachgesagt respektive unterstellt. Zumindest mit Blick auf seinen Wohnort und die WM-Veranstalter in Katar stimmt dies offenbar. Denn: Wie die Schweizer Zeitung "Sonntags Blick" berichtet, soll sich der Chef des Fußball-Weltverbandes in der Wüste niedergelassen haben und seit Oktober "überwiegend" in der katarischen Hauptstadt Doha wohnen.

Wüsten-WM in der Kritik

Demnach habe die FIFA bestätigt, dass Infantino dort ein Haus gemietet habe und seine Familie neuerdings in Katar lebe. Nach SID-Informationen befindet sich der Hauptwohnsitz des 51-Jährigen weiter in der Schweiz, wo er auch weiterhin seiner Steuerpflicht nachkommt.

Dem FIFA-Council hatte Infantino im vergangenen Oktober mitgeteilt, die WM "enger zu begleiten und seine präsidialen Pflichten neben Zürich vermehrt auch von Doha und anderen Standorten der Welt aus wahrzunehmen". Am 31. März steht in Doha der FIFA-Kongress sowie am 1. April die WM-Gruppen-Auslosung auf dem Programm.

Katar steht seit der umstrittenen Vergabe der WM (21. November bis 18. Dezember) im Dezember 2010 wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Auf den Baustellen in dem Emirat sollen Tausende Gastarbeiter ums Leben gekommen sein. (sid/mar)