Besatzung hört Schreie im Wasser

Mann droht vor Helgoland zu ertrinken

Einsatz der Seenotretter vor Helgoland
Einsatz der Seenotretter vor Helgoland
© Die Seenotretter - DGzRS / Arne Ruestemeier

10. Juni 2021 - 10:07 Uhr

Rettungsaktion vor Helgoland mitten in der Nacht

Kurz bevor ein Kreuzfahrschiff vor Helgoland aufbrechen will, hört die Besatzung in der Nacht zu Donnerstag plötzlich Schreie aus dem Wasser. Sie alarmieren sofort die Seenotretter – zum Glück! Denn tatsächlich kämpft im 13 Grad kalten Wasser ein Mann ums Überleben.

Mann war vom Pier ins Wasser gestürzt

In der Dunkelheit richtete das Kreuzfahrtschiff die Scheinwerfer auf den Ort, von dem die Schreie kamen. Drei Seenotretter fanden den Mann im Wasser treibend und retteten ihn an Bord. Er war von einem Pier ins Wasser gestürzt. Dass die Besatzung seine Schreie hörte, rettete ihm das Leben – denn nur kurze Zeit später machte sich das Kreuzfahrtschiff auf zur Weitereise. "Hätte sich das Unglück nur wenig später ereignet, wären die Rufe des Mannes vermutlich ungehört geblieben und er wäre mit dem Ebbstrom aufs offene Meer getrieben", so die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Wie lange der Mann im Wasser trieb, konnte er nicht sagen. Er kam stark unterkühlt ins Krankenhaus. (lve)

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