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Malaysia: Vater ist sich sicher, sein Nathan (14) ist tot - er verschwand bei einem Tauchgang

Er war zu schwach zum Überleben

Vermisste Taucher vor Malaysia: Vater (46) bestätigt Tod seines 14-jährigen Sohnes

Adrian Peter Chesters und sein Sohn Nathan wurden nach einem Tauchausflug vor Malaysia vermisst.
Adrian Peter Chesters und sein Sohn Nathan wurden nach einem Tauchausflug vor Malaysia vermisst.
Reuters

Nach Tagen des Hoffens und Bangens nun die traurige Gewissheit: Der letzte vor Malaysia vermisste Taucher, ein 14-jähriger Junge, ist tot. Das musste sein eigener Vater nun mitteilen. Er sei zu schwach gewesen, heißt es.

Zwei vermisste Taucher rund 130 Kilometer vom Ort des Tauchgangs entfernt gefunden worden

Der 14-Jährige Nathan Renze Chesters war mit seinem Vater Adrian Peter Chesters am vergangenen Mittwochnachmittag zu einem Trainingstauchgang aufgebrochen. Der Junge und sein Vater gehörten zu einer Vierergruppe. Die erfahrenen Taucher mit britischer, niederländischer und französischer Staatsangehörigkeit waren gemeinsam mit ihrer norwegischen Tauchlehrerin unterwegs. Plötzlich seien aber von einer Strömung überrascht und auseinandergerissen worden.

Als sie nach dem Tauchgang vor der Insel Pulau Tokong Sanggol in Malaysia, nicht mehr an die Oberfläche zurückgekehrt seien, habe der Skipper des Bootes Alarm geschlagen. Zu der Zeit war das Boot etwa 16,6 Kilometer vom Festland entfernt.

HANDOUT - 08.04.2022, Malaysia, Mersing: Dieses von der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) am 08.04.2022 veröffentlichte Foto zeigt eine Such- und Rettungsaktion für ausländische Taucher vor der Küste von Mersing in Johor. Zwei der drei vor
Nachdem bekannt geworden war, dass die vier Taucher vermisst werden, leiteten die Behörden eine großangelegte Suche ein.
hjb, dpa, Malaysian Maritime Enforcement A

Norwegische Tauchlehrerin wird zuerst gerettet

Die örtlichen Behörden hatten sofort die Suche nach den Vermissten aufgenommen. Auch Bevölkerung hatte sich mit Fischerbooten und Jet-Skis an der Suche beteiligt.

Einen Tag später habe man die norwegische Tauchlehrerin Kristine G. gefunden. Sie soll laut der malaysischen Zeitung „The Star“ in guter Verfassung gewesen sein. Man fand sie allerdings 30 Seemeilen vom Ort des Tauchgangs entfernt.

Nachdem Kristine G. gefunden worden war, waren die Behörden optimistisch. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, die Vermissten lebend zu finden“, sagte der Leiter der Suche Nurul Hizam Zakaria.

Norwegian diver Kristine Grodem is transferred by a Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) helicopter to Mersing, after being rescued off the Mersing coast, Johor, Malaysia, April 7, 2022. Malaysian Maritime Enforcement Agency/Handout via REUTE
Kristine G. wird nach ihrer Rettung in ein Krankenhaus gebracht.
HH/ste, via REUTERS, MALAYSIAN MARITIME ENFORCEMENT A
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Nathans Leiche noch nicht gefunden

Die anderen beiden Taucher waren in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) von Fischern rund 130 Kilometer von der Tauchstelle entfernt entdeckt worden. Sie seien den Behörden zufolge in stabilem Zustand gewesen. Nur vom 14-jährigen Nathan fehlte weiterhin jede Spur.

Der 46-jährige Vater Adrian Peter Chesters gab nun bekannt, dass sein Sohn es nicht geschafft hätte. „Er war zu schwach", so die „Malaysian Maritime Enforcement Agency“ in einer Erklärung. Die Leiche des Jungen sei noch nicht geborgen worden. (mca)