Magersucht, Bulimie, Binge-Eating-Störung & Co.: Das sind die Anzeichen für eine Essstörung

Bin ich essgestört?

Immer mehr Menschen verfallen einem Diätwahn, der bei vielen früher oder später in einer Essstörung endet. Falsche Ideale zwängen uns einen Schönheitswahn auf, der nicht selten krank macht und viel zu oft sogar tödlich endet. Auch die Zahlen sind eindeutig! Etwa jeder fünfte Jugendliche hat heute bereits Symptome einer Essstörung. Und besonders fatal: Statistiken wie diese bilden nur die extremen Falle eines gestörten Essverhaltens ab. Doch was genau ist eigentlich eine Essstörung? Und wann ist mein Essverhalten noch normal, wann habe ich eine Störung?

Wenn Essen das Leben bestimmt: So erkennt man Bulimie, Magersucht und Binge-Eating-Störung

Unter den Oberbegriff Essstörung fallen eine Reihe schwerer psychosomatischer Erkrankungen, die von Person zu Person völlig unterschiedlich ausfallen können - und die nicht mit einem simplen Ernährungsproblem zu vergleichen sind. Doch ob Bulimie, Magersucht oder die Binge-Eating-Störung, eines ist allen Krankheitsbildern gemein: die ständige emotionale und gedankliche Beschäftigung mit dem Thema Essen – sei es die Aufnahme oder Verweigerung.

Magersucht

Eine Hauptform der Essstörung ist die Magersucht, auch als Anorexie (Anorexia nervosa) bekannt. Etwa jede hundertste Frau leidet im Laufe ihres Lebens an Magersucht. Charakteristisch für Betroffene ist die extreme Zurückhaltung bei der Essensaufnahme. Durch Erbrechen, übertriebene körperliche Aktivitäten und Hungern versuchen Magersüchtige, so wenig Kalorien wie nur möglich zu sich zu nehmen. 

Bulimie

Noch mehr Opfer fordert allerdings die Bulimie (Ess-Brech-Sucht), an der etwa jede fünfzigste Frau in ihrem Leben einmal erkrankt. Kennzeichnend für diese Essstörungs-Form sind häufige und unkontrollierte Essattacken, bei denen Betroffene in kurzer Zeit sehr große Nahrungsmengen zu sich nehmen und diese später durch Erbrechen wieder loswerden wollen.

Binge-Eating-Störung

Auch bei der Binge-Eating-Störung leiden Erkrankte regelmäßig an Heißhungeranfällen mit Kontrollverlust. Doch im Gegensatz zu Bulimie-Betroffenen werden anschließend keine gewichtsreduzierenden Gegenmaßnahmen vollzogen. Das Ergebnis: Übergewicht.

Nach einer repräsentativen Studie sind derzeit im Schnitt  0,1 % der Frauen und 0,1 % der Männer an einer Binge-Eating-Störung erkrankt. Und dieses Ergebnis zeigt: Auch wenn Essstörungen bei Frauen weiter verbreitet sind als bei Männern. Auch die Zahl essgestörten Männer nimmt stetig zu. Kein Wunder, denn auch sie werden tagtäglich mit den Bildern von super durchtrainierten Sixpack-Supertypen konfrontiert.



Ich esse Süßigkeiten, ohne nervös zu werden.

Alles zu Das Jenke-Experiment

"Das ist, wie wenn dir was aus dem Herz gerissen wird!"

Jenke im Knast: Die Sehnsucht wächst jeden Tag

Der macht das wirklich!