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Männerdomäne Metalszene: Kristin macht nicht nur in Wacken harte Kerle handzahm

Wird Wacken weiblicher?

Männerdomäne Metalszene: Kristin macht nicht nur in Wacken harte Kerle handzahm

Kristin Rastedt
Kristin Rastedt arbeitet als Tourmanagerin. Zusammen mit ihrer Band ist sie in ganz Europa unterwegs.
RTL Nord

von Katharina Steinhöfel und Samira Bonneik

Die Metalszene gilt als absolute Männerdomäne, Frauen sind eher unterrepräsentiert. Aber gilt das auch für das Wacken Open Air? Die Hamburgerin Kristin Rastedt arbeitet als Tourmanagerin. Zur Zeit ist sie mit der australischen Band Rose Tattoo in Wacken unterwegs. Sie ist also für richtig harte Typen verantwortlich, die unter ihrer Fuchtel geradezu handzahm werden.

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"Macht euch sichtbar"

Katharina Rastede braucht in ihrem Job auch manchmal starke Nerven
Katharina Rastede braucht in ihrem Job auch manchmal starke Nerven
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Die Hamburgerin besorgt Visa, redet mit den Veranstaltern, kümmert sich um die Technik und das Catering. Manchmal muss die 33-Jährige die Zügel auch etwas straffer ziehen. Und da muss man an der ein oder anderen Stelle auch als Frau mal ganz schön taff sein, wie Kristin Rastedt im RTL Nord-Interview erzählt: „Man darf nicht in Stress verfallen, muss aber trotzdem ständig im Timing bleiben und sich auch auf jeden Charakter einstellen. Zum Beispiel ist unser Gitarrist, ich sage mal, typisch deutsch, obwohl er Australier ist. Er ist sehr genau und sehr penibel und immer pünktlich. Während unser Schlagzeuger auch mal zu spät kommt.“ Wenn es nach ihr geht, müssten viel mehr Frauen in der Branche sein. „Deswegen sage ich: Traut euch, macht euch sichtbar."

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Die Metal-Ladys in Wacken

Thundermother
Die schwedische Band "Thundermother" ist einer der wenigen weiblichen Metalbands auf dem Wacken Open Air
RTL Nord

Mona, Guernica, Emily und Fillipa – das ist die schwedische Band Thundermother. Es ist eine der wenigen weiblichen Metalbands auf dem Wacken Open Air. „Es ist noch eine Männerwelt. Aber wir wollen das ändern und jeden Tag sehen wir mehr Frauen im Publikum. Das macht uns Hoffnung für die Zukunft und auch, dass hoffentlich in Zukunft mehr weibliche Bands kommen werden. Es ist sehr aufregend, aber es ist auch ein sehr langsamer Prozess. Vielleicht ist es ja in fünf oder zehn Jahren normal“, sagt Guernica im RTL Nord-Interview. Bereits seit 13 Jahren heizt Thundermother erfolgreich ihren Fans ein. Frauen, die sich wie sie mit der Metal-Szene herumschlagen wollen, sollten neben der musikalischen Begabung und einem eisernen Willen vor allem Kampfgeist mitbringen.