Vor allem für Allergiker wichtig

Luftreiniger im Stiftung-Warentest-Check: Diese Geräte sind empfehlenswert

Einen guten Luftreiniger zu finden, ist gar nicht so leicht. Stiftung Warentest hilft
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16. September 2020 - 16:59 Uhr

Endlich saubere Luft in den eigenen vier Wänden

Ein guter Luftreiniger hält die Luft frei von Schadstoffen. Die Geräte sind besonders für Menschen mit Allergien, chronischen Atemwegserkrankungen oder Asthma interessant. Feinstaub, Zigarettenrauch, Pollen - alles Dinge, die zu Reizungen und allergischen Reaktionen führen können. Belastende Symptome werden durch die Filterung meist schnell gelindert. Stiftung Warentest hat sieben Luftreiniger geprüft. Es wurde untersucht, wie gut sie Pollen, Zigarettenrauch und Formaldehyd aus der Luft filtern können.

Stiftung Warentest: Bis zu 95 Prozent geringere Pollenbelastung durch Luftreiniger möglich

Alle Geräte entfernen Pollen mit über 90 Prozent Filterung sehr zuverlässig. Die Geräte von Philips, Rowenta und Soehnle senken die Pollenbelastung bis zu 95 Prozent und das bereits nach 10 Minuten Laufzeit. Beim Zigarettenrauch sieht die Sache jedoch schon wieder anders aus: Zwar lieferten Philips, Rowenta und Soehnle eine gute Leistung nach 20 Minuten in einem 40-Kubikmeter-Raum, jedoch schwächelten fast alle Luftreiniger nach 100 Zigaretten. Einzig der Philips-Reiniger blieb dennoch leistungsstark.

Stiftung Warentest: Testsieger Luftreiniger
der Philips AC 2889/10* 🛒 für 350 Euro erhielt die Note "gut" (2,5)

Dem Testsieger dicht auf den Fersen ist der über 100 Euro günstigere Luftreiniger von Soehnle Connect 500* 🛒 für 249 Euro. Mit der Gesamtnote 2,6 handelt es sich hierbei eindeutig um den Preis-Leistungs-Sieger. Dessen Filter-Set ist mit 36 Euro auch noch deutlich günstiger im Vergleich zu den benötigten Filtern bei den anderen getesteten Luftreinigern. Jedoch brach hier die Filterleistung bei über 100 Zigaretten am stärksten ein.

Ebenso empfehlenswert ist laut Warentest der Rowenta Connect PU6080* 🛒 für 320 Euro. Die Rauch-Reduktionsrate kann sich hier sehen lassen, vorausgesetzt man verwendet neue Filter. Die schlechteste Note (3,8) im Test erhielt der Beurer LR 500 aufgrund der mangelhaften Leistung bei der Formaldehyd-Filterung.

Probleme mit Formaldehyd

Für die Luftreiniger war vor allem Formaldehyd insgesamt ein harter Gegner. Dabei handelt es sich um eine organische Verbindung, die aus Lösungsmitteln von Lacken, Klebstoffen oder Nagellackentfernern austritt. Formaldehyd ist schädlich für die Gesundheit, denn der Stoff kann die Schleimhäute reizen oder sogar Krebs auslösen. Im Test zeigte sich jedoch, dass die Luftreiniger Formaldehyd nicht einmal bis zur Hälfte filtern können. Der Soehnle konnte hier immerhin noch 45 Prozent des Schadstoffs filtern. Beurer und De'Longhi schnitten mit 9 und 11 Prozent Filterung hier enorm schlecht ab.

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