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Nagetier wollte wohl seine Jungen verteidigen

Horror beim Gassigehen: Nutria greift Terrier an und schüttelt ihn tot

In Lippstadt hat eine Nutria einen Terrier angegriffen und getötet. (Foto: Motivbild)
In Lippstadt hat eine Nutria einen Terrier angegriffen und getötet. (Foto: Motivbild)
© dpa, Julian Stratenschulte, jst kde ehl gw

27. Februar 2021 - 14:42 Uhr

Nutria-Angriff beim Spaziergang in Lippstadt

Der Besitzer von Terrier Enno kann immer noch nicht so richtig fassen, was passiert ist. Er ging mit dem Hund am 20. Februar in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) an einem Zufluss der Lippe spazieren, als Enno plötzlich von einer Nutria angegriffen wurde. Die Biberratte habe sich auf den Terrier gestürzt und ihn so geschüttelt, dass Enno innerhalb von zehn Sekunden einen Genickbruch erlitten habe, sagte Max Jungeblodt dem WDR.

Hund lief ohne Leine ans Ufer

Auch der zuständige Leiter der Jäger-Organisation in Lippstadt, Markus Jehn hat von dem Albtraum beim Gassigehen gehört. "Ich kenne den Fall", bestätigte er der dpa. Die Biberratte habe den Hund im Nacken gepackt, geschüttelt und unter Wasser gezogen.

Aus Jehns Sicht war der Vorfall eine "Verkettung unglücklicher Umstände". Der Hund sei nicht angeleint gewesen, als er zum Ufer lief, darum konnte der Hundebesitzer nur entsetzt zuschauen, wie sein Terrier plötzlich angegriffen wurde. Die Biberratte habe Junge gehabt und sich wahrscheinlich angegriffen gefühlt, als der Hund am Ufer auftauchte. Um seine Jungen zu verteidigen, ging der Nager dann auf Enno los.

Nutria könnte sich bedroht gefühlt haben

Nutrias, die auch Biberratten genannt werden, sind eigentlich keine Raubtiere. Laut Jehn sei es aber trotzdem keine gute Idee sich mit ihnen anzulegen. Ausgewachsen können sie bis zu 60 Zentimeter lang und zwischen zehn und zwölf Kilogramm schwer werden. Die Nagetierart stammt ursprünglich aus Südamerika, ist aber auch inzwischen in Deutschland weit verbreitet. Früher wurden die Tiere vor allem für die Herstellung von Pelz gezüchtet.

Auch die Kreisjägerschaft Soest erklärte auf Facebook, dass man eine Nutria nicht unterschätzen solle. Experten des Hegerings Lippstadt empfahlen Hundehaltern darum auch, ihre Vierbeiner anzuleinen, wenn man sich in die Nähe von Uferbereichen begebe.

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