Corona-Lockdown macht Tourismus zu schaffenLiftbetreiber fordern: Stillstand im Skigebiet Willingen aufheben

Seit 10 Jahren gab es nicht mehr so viel Schnee im Upland in Nordhessen. Doch vom bundesweiten Lockdown ist auch die Skiarena in Willingen betroffen, das touristische Leben steht still. Jetzt fordern Liftbetreiber endlich Lockerungen. Denn nach monatelangem Lockdown geht es in dem nordhessischen Skigebiet um mehr als nur Freizeitspaß: Bei vielen ansässigen Unternehmen, die teilweise seit den 50er Jahren bestehen, geht es um die Existenz. Denn die Kosten, beispielsweise die Finanzierung für die teuren Liftanlagen, laufen das ganze Jahr über. Sollten die Auflagen nicht gelockert werden, fordern die Liftbetreiber passendere finanzielle Unterstützung. Die aktuellen Hilfsangebote griffen im Fall der Skigebiete kaum, heißt es aus der Branche. Effektiv würden sie nur zehn bis 15 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen.

Limitierter Ticketverkauf und strenge Kontrollen

Ein Hygienekonzept liegt schon lange vor, erzählt uns Betreiber Jörg Wilke im Interview. Man habe Hygiene-Konzepte mit limitiertem Ticketverkauf und strengen Kontrollen. Habe von den Wochenend-Anstürmen gelernt und Maßnahmen zur Parkplatzsituation getroffen. Für ihre Forderung, die Gebiete ab dem 15. Februar für eine begrenzte Anzahl von Wintersportlern zu öffnen, bekommen die Willinger sogar Unterstützung aus der Wissenschaft: Aerosol-Experte Dr. Gerhard Scheuch hält das Hygienekonzept für absolut ausreichend und rät sogar zu einer Öffnung. Ansteckungen im Freien gäbe seiner Einschätzung nach so gut wie gar nicht.