Liebes-Aus bei Sophia Thomalla und Loris Karius nach Fremd-Flirt

Beziehungs-Krise: Wieso trennen wir uns nicht, bevor es eskaliert?

21. Juni 2021 - 11:07 Uhr

"Schon länger auseinandergelebt" - und trotzdem nicht Schluss gemacht?

Seit 2018 waren Sophia Thomalla (31) und Torhüter Loris Karius (27) ein Paar. Doch dann tauchen plötzlich Fotos auf, die Loris beim Fummeln mit einer unbekannten Dame im Bikini zeigen. Das war's dann mit der Beziehung! Auf seinen Social-Media-Kanälen verlautbart Loris daraufhin, er und die "Are You The One?"-Moderatorin hätten sich zwar "schon länger auseinandergelebt", doch er hätte wohl lieber persönlich mit Sophia über das Liebes-Aus gesprochen. "Dass es nun so auseinandergeht, das tut mir leid und dafür möchte ich mich entschuldigen", so Loris reumütig.

Mit dieser Situation ist das prominente Paar kein Einzelfall. Man hört es öfter: Paare, bei denen es kriselt, trennen sich erst, wenn die Lage bereits eskaliert ist - zum Beispiel durch einen Seitensprung. Wieso schaffen wir es nicht, den Schlussstrich schon vorher zu ziehen?

Paartherapeutin: "Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert"

Wenn wir uns doch bewusst darüber sind, dass wir eine Beziehung nicht weiterführen wollen oder können – warum dann nicht zeitnah und im Vier-Augen-Gespräch mit dem Partner zu einem würdevollen Ende kommen? Wieso gelingt uns so oft erst durch einen Fehltritt der Abschluss einer Beziehung? "Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert", sagt Paartherapeutin Tabea Winkler im Gespräch mit RTL. Häufig stecke dahinter, dass wir unseren Partner durch das Geständnis, dass wir die Beziehung für uns bereits abgeschrieben haben, nicht verletzen wollen.

Grundsätzlich müsse man dabei jedoch zwischen Paaren unterscheiden, die bereits seit vielen Jahren zusammen sind und solchen, die sich noch in der Kennenlernphase befinden.

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Warum Langzeitpaare manchmal jahrelang in Katastrophen leben

Bei Langzeitbeziehungen erlebe sie es dann häufig, erzählt uns die Paartherapeutin, dass die Partner schwer damit zu kämpfen haben, dass sie sich noch sehr schätzen, doch die sexuelle oder romantische Anziehung stark nachgelassen hat. "Menschen trennen sich nicht leichtfertig. Die leben manchmal wirklich jahrelang in Katastrophen", erklärt uns Tabea Winkler. Aus einem Gefühl der tiefen Verbundenheit heraus versuchten viele Paare alles, um ihre Beziehung noch zu retten - manchmal sogar, bis es eines Tages eskaliert.

"Und da kommt natürlich häufig ein Dritter ins Spiel", so die Paartherapeutin. Und zwar vor allem, wenn ein Partner lange einen Mangel in der Beziehung verspüre – an emotionalem Support, an Körperlichkeit – und dann jemand anderes daherkomme, der genau dieses Bedürfnis bediene.

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Wann ein Beziehungs-Fehltritt leichter fällt

In den ersten Jahren einer Beziehung lerne man sich hingegen erst kennen. "Man sagt ja: Ein Verliebter sieht ein Lächeln. Danach sieht man auch die Zahnlücken", so Tabea Winkler weiter. Im Laufe der Zeit falle der Anschein immer mehr weg, dass man es mit einem "perfekten" Menschen zu tun habe. Man entdecke Macken und sonstige Eigenschaften beim Partner, die einem nicht gefallen. "Dann muss man schauen: Kann ich damit leben oder nicht?". Wer dann bemerke, dass es für ihn oder sie einfach nicht passt, riskiere dann vielleicht auch eher solche Fehltritte wie einen Seitensprung und nehme das Risiko einer Trennung leichter in Kauf. "Natürlich wäre das aufrichtige Gespräch hier wünschenswert, wenngleich auch deutlich schmerzhafter", glaubt die Paartherapeutin. (dhe)