In Leichenhalle Bein aufgeschnitten

"Toter" Mann (32) ist plötzlich wieder voll da

Drei Stunden, nachdem er für tot erklärt worden war, war Peter Kigen (32) wieder voll da.
© .

30. November 2020 - 9:49 Uhr

32-Jähriger sollte einbalsamiert werden

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Frage kann ein Kenianer nun eindeutig mit Ja beantworten. Denn schon drei Stunden, nachdem er für tot erklärt worden war, war Peter Kigen (32) wieder voll da, wie die "Daily Mail" berichtet. Ein Angestellter des Leichenschauhauses machte es dem doch nicht Toten aber auch leicht: Als er dem 32-Jährigen ein Bein aufschnitt, um ihn einzubalsamieren, schrie der plötzlich vor Schmerzen.

Patient im Krankenhaus für tot erklärt

Am Dienstag brach der unter Magenproblemen leidende Peter Kigen zuhause zusammen. Seine Familie brachte ihn ins Kapkatet-Krankenhaus (Bezirk Kericho), wie lokale Medien berichten. Dort habe das Personal den Patienten eher beiläufig untersucht und dann für tot erklärt, behauptet Kigens Onkel.

Schnitt ins Bein des vermeintlich toten Kenianers

Kapkatet-Krankenhaus Kenia
In diesem Krankenhaus wurde der 32-Jährige für tot erklärt.
© .

Der vermeintlich Tote kam direkt in die Leichenhalle des Krankenhauses, wo er einbalsamiert werden sollte. Teil des Konservierungsprozesses ist es, Formalin in den Körper zu geben. Deshalb machte ein Mitarbeiter einen Schnitt am rechten Bein des Kenianers.

Der Schmerzensschrei des Einzubalsamierenden war für den Angestellten ein solcher Schock, dass er erst mal einen gewaltigen Satz zur Seite machte. Verständlich: Im ersten Augenblick dachte er, hier sei jemand von den Toten auferstanden.

Familie wirft Krankenhaus Fahrlässigkeit vor

Peter Kigen wurde in die Unfallabteilung des Krankenhauses zurückgebracht und ärztlich versorgt. Dort erklärte er Journalisten, er sei "froh, am Leben zu sein". Seine Familie wirft dem Krankenhaus Fahrlässigkeit vor. Das Krankenhaus und das Gesundheitsamt des Bezirks haben sich nach Angaben lokaler Medien noch nicht zu dem Vorfall geäußert.