Dabei sollte die Waffe nicht funktionstüchtig sein

Schuss löst sich aus Pistole in Lüneburger Behörde

Die Kugel durchschlug erst eine Wand und dann ein Fenster im Nachbargebäude. (Symbolbild)
Die Kugel durchschlug erst eine Wand und dann ein Fenster im Nachbargebäude. (Symbolbild)
© Pixabay

14. Oktober 2021 - 7:27 Uhr

Kugel schlägt durch Wand und Fenster

Mit einem ordentlichen Schrecken kamen Besucher und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Lüneburg davon. Ein lauter Knall dröhnte bereits am Dienstag durch das Gebäude, denn bei der Inspektion einer abgegebenen alten Pistole in der Waffenbehörde hat sich versehentlich ein Schuss gelöst. Das Projektil sei am Dienstagnachmittag durch eine Leichtbauwand des Gebäudes geflogen und durch eine Fensterscheibe im ersten Stock des Nachbargebäudes eingeschlagen, wie die Verwaltung nun mitteilte.

Landrat: "So etwas darf nicht passieren"

Der Mitarbeiter des Landkreises, der die stark verrostete Waffe inspizierte, erlitt ein Knalltrauma. Direkt durch die Kugel verletzt wurde niemand, es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. "So etwas darf nicht passieren, das ist keine Frage", sagte Landrat Jens Böther (CDU). "Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, überprüfen wir den Vorgang jetzt genau und sind schon in Gesprächen mit allen beteiligten Behörden."

Teile der Waffe fehlten

Die Pistole war von Polizeibeamten der Inspektion Lüneburg mit weiterem Waffenmaterial bei der Unteren Waffenbehörde abgeliefert worden, um sie ordnungsgemäß aus dem Verkehr zu ziehen. Da wesentliche Teile fehlten, wurde die Pistole von den waffenkundigen Beteiligten zunächst als funktionsuntüchtig eingestuft. (dpa/mba)