Technik-Ratgeber

Laptop, Desktop-PC oder All-in-One-PC kaufen? Diese Computer rechnen sich!

Endlich den idealen Computer finden? Mit unseren Tipps klappt's!
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10. August 2020 - 20:48 Uhr

Darauf kommt es beim PC-Kauf an

Wer sich aktuell nach einem neuen PC umschaut, hat die Qual der Wahl. Ultrabook*, Convertible*, Gaming-PC*, Laptop*, Desktop-PC*, All-in-One-PC* – die Fülle des Angebots und die Modellvarianten erschlagen Suchende förmlich. Und auch die Preise variieren ordentlich – von wenigen Hundert bis fast 70.000 Euro. Welcher PC der richtige für Sie ist, hängt vom geplanten Einsatzbereich des Geräts ab. Wir erklären, worauf es beim Kauf ankommt – und stellen empfehlenswerte Computer vor.

Deskop-PC, Laptop oder All-in-One-PC: Welcher Rechner ist der richtige?

Frau am Laptop
Mit dem richtigen Computer macht selbst die Arbeit Spaß. Doch worauf kommt es beim Kauf an?

Klein und mobil, schlank und platzsparend oder lieber groß und stark? PCs gibt es in unterschiedlichen Geräteklassen, diese drei sind die geläufigsten:

  • Desktop-PCs: Die klassischen Arbeitstiere stehen seit Anfang der 1990er-Jahre an zahlreichen Arbeitsplätzen – und inzwischen auch in vielen privaten Haushalten. Mit ihnen lässt sich nicht nur prima arbeiten, surfen und Musik hören, sondern auch zocken – sofern entsprechend leistungsstarke Gaming-Hardware verbaut ist, etwa eine Grafikkarte* von Nvidia oder AMD. Wenn die in einem Desktop-PC fehlt, der Prozessor zu lahm oder die Festplatte zu klein ist, lässt sich der Rechner zumeist nachträglich aufrüsten – diesen Vorteil bieten Ihnen in der Regel nur Desktop-PCs, deren Gehäuseabdeckungen sich problemlos abnehmen und Komponenten im Inneren (im Zweifel am besten vom Fachmann) austauschen lassen. Nachteile von Desktop-PCs: Maus*, Tastatur und Monitor* müssen Sie separat kaufen. Außerdem ist die Verkabelung der Geräte möglicherweise störend, und die Rechner sind in der Regel vergleichsweise groß.
  • All-in-One-PCs: Sie haben nur wenig Platz auf dem Schreibtisch? Dann ist ein All-in-One-PC womöglich das passende Gerät für Sie. Denn in den schlanken Rechnern ist der Monitor gleich verbaut – damit entfällt der Bildschirmkauf sowie die oft unansehnliche Verkabelung weitgehend. Nachteil: So praktisch die kompakte Bauweise auch ist, sie erschwert das Aufrüsten des Rechners. Sind Prozessor und Grafikkarte* veraltet, lassen sie sich in zumeist nicht oder nur mit großem Aufwand (auch finanziell gesehen) vom Fachmann tauschen. Die Wahl des All-in-One-PCs will also gut überlegt sein. Wer jetzt ein Schnäppchen ergattert, kauft womöglich ein Auslaufmodell, auf dem bereits kurz- bis mittelfristig aufwendigere Anwendungen und Spiele nicht mehr gut oder gar nicht laufen. Für zukunftssichere(re) Modelle legen Sie in der Regel 1.500 Euro und mehr hin.
  • Laptops: Wer auch unterwegs auf seinen Computer nicht verzichten möchte oder kann, liegt mit dieser Geräteklasse richtig. Die meisten Laptops sind richtig leicht und schön klein – die Mobilität ist die große Stärke. Klasse auch: Bildschirm, Tastatur und Maus* (zumeist übernimmt ein Touchpad diese Funktion) sind gleich in den Geräten verbaut. Wie bei All-in-One-PCs bringt die ultrakompakte Bauweise aber einen Nachteil: Auch Laptops lassen sich zumeist nicht aufrüsten. Inzwischen gibt es zwar externe Grafikkarten* (sogenannte eGPUs) – die relativ großen Kästen lassen sich über den USB-Anschluss an die Laptops anstöpseln und machen aus den Rechenzwergen wahre Gaming-PCs. Der Vorteil der Mobilität ist damit aber natürlich dahin. Und starke externe Grafikeinheiten wie die Asus ROG XG Station 2* kosten mindestens 500 Euro. Apropos Preis: Wer nach einem Laptop für den Arbeitsalltag und zum Surfen sucht, bekommt schon für etwa 600 Euro passende Modelle – etwa das Acer Swift 3*. Besonders schlanke und leichte Geräte – sogenannte Ultrabooks wie das Acer Swift 5* – sind mit Preisen ab 1.000 Euro deutlich teurer. Für leistungsstarke Gaming-Notebooks wie das Asus ROG Zephyrus G14 GA401* legen Sie mindestens 1.500 Euro hin.

Betriebssystem, Speicher, Prozessor: Was ist beim PC-Kauf wichtig?

Die Entscheidung für eine Geräteklasse ist nur der erste Schritt. Ebenfalls wichtig beim Kauf eines PCs ist, dass Sie auf die verbauten Komponenten achten – und aufs Betriebssystem.

  • Welches Betriebssystem? Im PC-Bereich dominiert Microsofts Windows den Markt, auf den meisten Rechnern ist das Betriebssystem (Operating System, OS) installiert. Die Verbreitung von Windows 10 beispielsweise lag im Juni 2020 bei fast 60 Prozent, das ältere Windows 7 folgte mit 23 Prozent. Doch auf Rechnern wie den iMacs läuft Apples macOS. Besitzen Sie bereits jede Menge Windows-Programme, sollten Sie sich den Wechsel auf einen Rechner mit dem Apple-OS gut überlegen, denn die Software läuft darauf nicht. Sie müssten sie im Zweifel also noch einmal kaufen – sofern es sie überhaupt für macOS gibt. Andersherum gilt das natürlich auch. Zudem müssen Sie sich gegebenenfalls auf ein neues Betriebssystem einstellen. Windows und macOS funktionieren zwar ähnlich, etwas Einarbeitungszeit erfordert ein Wechsel aber.
  • Arbeitsspeicher: Der Arbeitsspeicher* – auch RAM* genannt – ist sozusagen das Kurzzeitgedächtnis Ihres Computers. Die dort gelagerten Daten vergisst er spätestens beim Ausschalten, die auf der Festplatte gespeicherten nicht. Im RAM legt der Computer im laufenden Betrieb Programmteile von Software ab, die er gerade ausführt. Da er die Informationen auf diese Weise nicht ständig von der Festplatte laden muss, ist er schneller bei der Ausführung eines Programms. Es fallen weniger Wartezeiten an. Die simple Formel: Je größer der Arbeitsspeicher, desto flüssiger lässt sich mit dem Computer arbeiten. Mindestens 8 Gigabyte RAM sollten in Ihrem PC stecken.
  • Prozessor: Er ist das Herz des Computers, auch CPU* genannt. Prozessoren* gibt es von Herstellern wie Intel und AMD. Als Antrieb sollte mindestens Intels Core-i3-Prozessor im Rechner arbeiten, besser eine Core-i5-CPU. Alter­nativ sind AMDs Ryzen-3-3000er-Prozessoren empfehlenswert.
  • Grafikkarte: Ob Autorennen, Sportspiel oder Action-Game: Wer es auf seinem PC mal so richtig krachen lassen will, braucht einen fixen Prozessor – und vor allem eine bärenstarke Grafikkarte*. AMD mit seinen Radeon- und Nvidia mit seinen Geforce-Karten beherrschen den Markt. Die Leistungswerte der Bildmacher variieren stark – ein Indiz für die Power ist der Preis. Sie legen mindestens 200 Euro für eine Grafikkarte* hin, mit der sich zocken lässt. Aber nur die sündhaft teuren Topmodelle bringen Games mit maximalen Details bei hoher 4K-Auflösung frei von Rucklern auf den Schirm – für solche Karten zahlen Sie zwischen 600 und 1.100 Euro.
  • SSD oder Festplatte? Die klassische Festplatte* (HDD) ist zwar günstig, im Vergleich zu einer SSD* arbeitet sie aber im Schneckentempo. So fallen unter anderem Ladezeiten von Programmen und das Hochfahren des Rechners bei einer Festplatte deutlich länger aus. Egal ob HHD* oder SSD*: Wer größere Datenmengen wie Videos, Fotos und Musik auf der Platte lagern möchte, sollte auf ein Speichermedium mit mindestens 1 Terabyte Kapazität setzen.

Worauf beim Kauf eines neuen PCs zu achten ist, ist nun geklärt. Einige empfehlenswerte Geräte finden Sie nachfolgend – sowie einen unfassbar teuren Exoten für Profis.

iMac: Schicker All-in-One-PC von Apple

Apple iMac
Bildschirm, Prozessor, Festplatte & Co.: Im Gehäuse des iMac sind alle Komponenten verbaut.
© Apple

Der hochwertig verarbeitete iMac ist in zwei Größen erhältlich: mit 21,5- und 27-Zoll-Bildschirm. Als Speichermedium verbaut Apple eine Festplattenkombination aus SSD und HDD (sogenanntes Fusion Drive), die teils schneller arbeitet als eine herkömmliche Festplatte – etwa beim Hochfahren des Rechners. Auch der 16 Gigabyte große Arbeitsspeicher vom Typ DDR4 ist richtig fix. Über vier USB-3.0-, zwei Thunderbolt-3- (USB-C-) und einen 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss lassen sich Geräte wie Kopfhörer und externe Festplatten anstöpseln. Dank SDXC-Slot schieben Sie auf Wunsch Speicherkarten ein. Die hier vorgestellte Konfiguration besitzt eine Radeon-Pro-560X-Grafikkarte, mit der sich sogar ganz gut zocken lässt. Die Bildschirmauflösung von bis zu 4.096 x 2.304 Pixeln sorgt dabei für knackscharfe Szenen. Alles prima also? Nicht ganz – mit circa 1.900 Euro ist der Rechner kein Schnäppchen.

  • Betriebssystem: macOS
  • Display: 21,5 Zoll (54,61 Zentimeter Bildschirmdiagonale)
  • Prozessor: Intel Core i5
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte
  • Festplatte (Fusion Drive): 1 Terabyte
  • Preis: circa 1.900 Euro (Core-i5-CPU, 16 GB RAM, 1-TB-Festplatte)

🛒 Zum Angebot: iMac (21,5 Zoll) bei Media Markt*

Alternative: Sie möchten auf den schicken und praktischen Formfaktor des Apple-Rechners nicht verzichten, wollen aber nicht so viel Geld ausgeben? Dann ist womöglich ein iMac* mit dem schwächeren Core-i3-Prozessor, einem 8-GB-Arbeitsspeicher und der nicht ganz so leistungsstarken Radeon-Pro-555X-Grafikkarte eine Option. Immerhin sparen Sie beim Kauf der schwächeren iMac-Variante 600 Euro – fürs Surfen und die Büroarbeit reicht die vollkommen.

Acer Swift 5: Laptop-Leichtgewicht mit viel Power

Acer Swift 5
Wer unterwegs viel arbeitet, sollte einen Blick auf das leichte Acer Swift 5 werfen.
© Acer

Mit 931 Gramm ist das Acer Swift 5 extrem leicht und somit prima für die Nutzung unterwegs geeignet. Intels Vierkern-Prozessor Core i5-8250U liefert im Zusammenspiel mit dem 16 Gigabyte großen Arbeitsspeicher ordentlich Leistung. Den Büroalltag bewältigt das Laptop mit links, zum Zocken aufwendiger Computerspiele reicht die Leistung allerdings nicht. Die Auflösung des 14-Zoll-Bildschirms (35,56 Zentimeter) liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln, also Full HD. Knackscharfe 4K-Optik liefert das Laptop nicht. Der Hersteller beziffert die Akkulaufzeit mit zwölf Stunden – unter Laborbedingungen wohl. Denn die Batterie ist mit ihren 56 Wattstunden (Wh) nicht sonderlich kräftig. Im normalen Nutzungsmix aus Surfen, Zocken, Filme schauen, Bilder bearbeiten und Musik hören dürften aber sechs bis acht Stunden drin sein. Der Preis des Acer Swift 5 ist für ein Ultrabook angemessen: 1.100 Euro legen Sie für das Leichtgewicht hin.

  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5
  • SSD: 512 Gigabyte
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte
  • Fingerabdruck-Sensor zur Nutzer-Identifizierung
  • Beleuchtete Tastatur
  • Preis: circa 1.100 Euro

🛒 Zum Angebot: Acer Swift 5 bei Media Markt*

Acer Aspire XC-886: Günstiger Desktop-PC

Acer Aspire XC-886
Ein Arbeitstier zum fairen Preis: der Acer Aspire XC-886.
© Acer

Dass ein Desktop-PC nicht zwingend ein unförmiger Kasten sein muss, zeigt der Acer Aspire XC-886. Mit Maßen von 30 x 10 x 33 Zentimetern ist er recht handlich und passt somit problemlos auf die meisten Schreibtische. Windows 10 Home ist ebenso serienmäßig an Bord wie ein vergleichsweise fixer Intel-Core-i5-9400-Prozessor samt 8 Gigabyte DDR4-RAM. Zum Zocken ist der Rechner allerdings nicht geschaffen, vor allem für aufwendige Computerspiele ist die verbaute Grafikeinheit (Intel UHD Grafik 630) nicht kräftig genug. Ein Aufrüsten der Komponenten ist allerdings nur eingeschränkt möglich – aufgrund der kompakten Bauform. Auf der Habenseite steht der attraktive Preis: Der 580 Euro teure Desktop-PC ist ein sehr guter Arbeitsrechner, der beispielsweise Microsofts Office-Anwendungen problemlos ausführt.

  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5
  • SSD: 256 Gigabyte
  • Arbeitsspeicher: 8 Gigabyte
  • Preis: circa 580 Euro

🛒 Zum Angebot: Acer Aspire XC-886 bei Saturn*

Microsoft Surface Book 3: Praktischer Notebook-Tablet-Hybrid

Microsoft Surface Book 3
Microsofts Surface Book 3 sieht aus wie ein Laptop. Der Clou: Das Display lässt sich abnehmen – so wird aus dem Notebook ein Tablet.
© Microsoft

Microsofts Surface Book 3 ist ein sogenanntes Convertible – ein echter Verwandlungskünstler. Denn das Display des Geräts lässt sich auf Knopfdruck von der Tastatur abnehmen. So machen Sie aus einem Notebook in Sekundenbruchteilen ein Tablet* mit berührungsempfindlichem Bildschirm. Core-i5-Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256-Gigabyte-SSD: Die technischen Spezifikationen des hier vorgestellten Modells reichen prima für Büroanwendungen und zum Surfen. Zum Zocken aufwendiger Games fehlt dem Gerät allerdings die nötige Leistungsfähigkeit. Der 13,5-Zoll-Bildschirm bietet eine maximale Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixeln – ein für Computer ungewöhnliches Verhältnis, das beim Arbeiten ein bisschen mehr Platz für Texte und Tabellen liefert. Die Verarbeitung ist top – die Komponenten stecken in einem schicken Alugehäuse. Doch Qualität und die Wandlungsfähigkeit haben ihren Preis: Satte 1.700 Euro legen Sie für das Convertible hin. Nachteilig ist auch, dass sich das Gerät nachträglich nicht aufrüsten lässt.

  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5
  • SSD: 256 Gigabyte
  • Arbeitsspeicher: 8 Gigabyte
  • Preis: circa 1.700 Euro

🛒 Zum Angebot: Microsoft Surface Book 3 bei Saturn*

Mac Pro: Rechenmonster zum Monsterpreis

Mac Pro
Das auffällige Lochmuster an der Vorder- und Rückseite des Mac-Pro-Gehäuses lässt viel Luft ins Innere. So bleibt der Rechner kühl und leise.
© Udo Lewalter

Man stelle sich vor: Allein vier Rollen für das Alugehäuse des Mac Pro kosten als Zubehör 830 Euro! Irre, oder? Das zeigt schon, in welcher Preisregion dieser Monster-Mac angesiedelt ist. Für die Top-Konfiguration mit 28-Kern-Prozessor, 1,5 Terabyte RAM, zwei Radeon-Pro-Vega-II-Duo-Grafikkarten und einer 8-Terabyte-SSD verlangt Apple unglaubliche 64.000 Euro – ohne Rollen. Dafür bekommt man einen hervorragend verarbeiteten Rechner, der allerdings für den Alltagsgebrauch vollkommen überdimensioniert ist. Selbst leistungshungrige Software fordert nicht mehr als zehn Prozent seiner Prozessor-Reserven.

Daher ist der Rechner eher ein perfekter Unternehmens-Server oder eine Workstation etwa für Filmstudios als ein PC für jedermann. Schade, denn so kommen nur wenige in den Genuss des ausgeklügelten Lüfter-Designs: Die Lamellen der Rotoren sind nicht wie bei handelsüblichen Varianten regelmäßig angeordnet, sondern nach einem Zufallsprinzip. Diese Asynchronität verhindert im laufenden Betrieb gleichbleibende Frequenzen, die unser Ohr als besonders störend wahrnimmt. Das Resultat: Der Brummer nervt selbst unter Volllast nicht mit seinem Lüftergeräusch. Übrigens: Das Basismodell des Mac Pro gibt es für circa 6.300 Euro – auch das ist deutlich zu viel. Denn ähnlich ausgestattete Windows-PCs kosten nicht einmal die Hälfte.

  • Betriebssystem: macOS
  • Prozessor: Intel Xeon W
  • SSD: 1 Terabyte
  • Arbeitsspeicher: 32 Gigabyte
  • Preis: circa 6.300 Euro (Basisversion)

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