Ladensäulen-Dichte auf der interaktiven KarteLadepunkte für E-Autos finden: So sieht es in Ihrem Bundesland mit Lademöglichkeiten aus

Langsam wird das Elektroauto auch in Deutschland zum Trend, ja E-Autos sind im Moment sogar schwer zu kriegen. Und was ist mit der Angst der Deutschen, ihr Auto nirgendwo laden zu können? Immerhin: Die Dichte der Ladepunkte hat eine positive Entwicklung genommen. Mit unserer interaktiven Karte können Sie schauen, wie es um die Ladesäulendichte in Ihrem Bundesland bestellt ist.
Ladesäulen pro 100.000 Einwohner: die interaktive Karte nach Bundesländern
Unsere interaktive Karte zeigt Ihnen, wie das Verhältnis Ladepunkte auf 100.000 Einwohner in Ihrem Bundesland ist. Stand der Daten: September 2022, Quelle: Bundesnetzagentur. Erhoben wurden nur Ladepunkte und Schnellladesäulen, die öffentlich zugänglich sind.
Spitzenreiter ist hier Baden-Württemberg mit 108 Ladestellen auf 100.000 Einwohner, den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahres-September weist Hessen auf. Wie sieht es in Ihrem Bundesland aus? Klicken Sie sich durch die Karte und schauen Sie, wo es die meisten Normalladepunkte und wo es die meisten Schnellladesäulen gibt.
Entwicklung bei den Ladepunkten in Deutschland
Schaut man sich die Daten der Bundesnetzagentur an, fällt auf, dass sich die Zahl der öffentlichen Ladepunkte im Vergleich zu den Vorjahren stark nach oben entwickelt hat. In den Jahren 2020 und 2021 sind jeweils rund 10.000 Ladepunkte im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen (siehe Grafik). Vergleicht man den Zeitraum vom 01.09.2021 bis zum 01.09.2022, stieg die Zahl von 51.614 Ladepunkten auf 68.275 – ein Zuwachs von 32 Prozent. Die Zahl der Schnellladepunkte nahm im gleichen Zeitraum um 47 Prozentpunkte zu. Nicht berücksichtigt sind in dieser Statistik private Lademöglichkeiten der E-Auto-Halter.
Allerdings erhöhte sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden deutlich. 2020 hat sie sich im Vergleich zu 2019 mehr als verdreifacht auf insgesamt 394.632 Neuzulassungen im Jahr 2020. Im Jahr 2021 kamen noch mal 661.410 Neuzulassungen hinzu – Tendenz steigend für 2022.
Am 1. Juli 2022 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland 756.517 Elektroautos und 684.057 Plug-in-Hybride unterwegs. Im Vergleich dazu waren am 1. Juli laut Bundesnetzagentur 66.132 öffentliche Ladepunkte aktiv. Dazu kommen natürlich noch die privaten Lademöglichkeiten.
Wohnortgenaue Daten gibt es bei der Bundesnetzagentur
Wenn Sie es noch genauer wissen wollen, können Sie bei der Bundesnetzagentur schauen, wo genau sich die Ladesäulen an Ihrem Wohnort oder auf Ihrer Reiseroute in Deutschland befinden.
Surftipp: Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur
Wer nicht nur wissen möchte, wo man Ladepunkte findet, sondern auch, welche gerade frei sind, schaut sich am besten nach Lade-Apps für E-Autos um. Tipp: Probieren Sie mehrere aus, manchmal macht es die Kombi. Und vergleichen Sie Preise. Stiftung Warentest hat im Mai 2022 zehn solcher Apps unter die Lupe genommen.
Lesetipp: Stiftung Warentest checkt Ladepunkte-Apps für E-Auto-Fahrer
Wer eine eigene Wallbox hat, ist zumindest für das Laden am Heimatort klar im Vorteil, weil er im Zweifelsfall günstiger lädt und die Box immer frei ist. Nur Förderung vom Bund gibt es aktuell nicht für die Installation einer Lademöglichkeit am Wohnort.
Lesetipp: Wallbox-Test der Stiftung Warentest
Entwicklung hin zum kostenpflichtigen Laden der E-Autos
Eine Zeit lang waren die Ladesäulen auf Discounter-Parkplätzen ein Paradies für E-Autofahrer – nicht nur für solche, die bei sich daheim keine private Wallbox installieren konnten oder wollten. Denn man konnte dort während des Einkaufs das Elektroauto kostenlos aufladen. Doch damit ist seit dem 12. September 2022 Schluss bei Lidl, Kaufland oder Aldi Süd.
Lesetipp: Neuerung bei den Discountern: E-Auto laden jetzt gegen Gebühr
Und auch andere Händler stellen auf kostenpflichtiges Laden um. Manche geben ihren Kunden immerhin Rabatt auf den Strompreis an der Ladesäule.