Anruferin trickst Kassiererin in Dithmarschen aus

Betrügerin erbeutet mehr als tausend Euro mit Prepaid-Codes

Betrügerin ergaunert am Telefon Gutscheincodes. (Symbolbild)
Betrügerin ergaunert am Telefon Gutscheincodes. (Symbolbild)
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15. September 2021 - 9:31 Uhr

Mitarbeiterin kommen Zweifel zu spät

Die Mitarbeiterin einer Tankstelle im Kreis Dithmarschen wird von einer Anruferin hinterlistig ausgetrickst. So ergaunert sich die Betrügerin Gutscheincodes im Wert von mehr als tausend Euro. Zweifel kommen der 66-jährigen Kassiererin leider erst viel zu spät.

Vorwand: Fernreparatur eines Geräts

Am Sonntagnachmittag bekam die Tankstellenmitarbeiterin einen Anruf einer angeblichen Firma, die das Gerät zum Ausdruck von Prepaid-Codes zu tauschen beabsichtigte. Die Betrügerin gab vor, es seien dafür mehrere Codes von Karten nötig und die Kassiererin solle ihr die jetzt übermitteln. Weil der Kassiererin Zweifel kamen, beendete sie das Gespräch unter dem Vorwand, sich erst dazu mit ihrem Chef absprechen zu müssen.

Betrügerin täuscht Anruf vom Chef vor

Dann klingelt sehr schnell zum zweiten Mal das Telefon, noch bevor die Kassiererin ihren Chef anrufen kann. Beim zweiten Anruf erscheint im Telefondisplay die Nummer ihres Chefs. Die Mitarbeiterin hört die angebliche Stimme ihres Vorgesetzten, der ihr versichert, dass die Code-Übermittlung in Ordnung sei.

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Codes im Wert von 1.200 Euro übermittelt

Danach kommt es zu einem erneuten Gespräch mit der angeblichen Firma. Nun gibt die Tankstellenmitarbeiterin schließlich diverse Codes im Gesamtwert von 1.200 Euro frei. Irgendwie kommen der 66-jährigen dann aber doch Zweifel. Deshalb bricht sie das Gespräch schließlich ab. So kann sie noch weiteren Schaden verhindern.

Masche ist der Polizei bekannt

Kurz danach stellt sich heraus: Der Chef hat zu keiner Zeit mit seiner Mitarbeiterin gesprochen und bei der Anruferin handelt es sich tatsächlich um eine Betrügerin. Die Identität dieser Frau wird kaum zu ermitteln sein. "Nicht zum ersten Mal haben Gauner telefonisch Prepaid-Codes in Geschäften oder Tankstellen erfragt", so die Polizeidirektion Itzehoe in einer Mitteilung. Sie rät deshalb: "Wie auch für andere persönliche Daten oder PINs gilt auch hier, das Gespräch schnellstmöglich zu beenden und keinesfalls die Codes preiszugeben." Fernreparaturen derartiger Geräte dürften kaum telefonisch unter Angabe von Geheimkennungen stattfinden. (nid)

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